4. Dezember 2015

Bloggerfreundschaften #11

Auf geht's in eine neue Runde der Bloggerfreundschaften. Heute habt Ihr die Möglichkeit, die wunderbare Heike und ihren Blog meandmybutton.com kennenzulernen. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei. 


Bitte wundert Euch nicht über die #11 im Titel: Ich führe die Zählung aus der ersten Runde der Reihe einfach weiter. Heikes Beitrag ist zwar der vierte Beitrag der zweiten Runde, aber eben auch der elfte Beitrag der Reihe.



Liebe Nicole, ich freue mich sehr, dass ich ein Teil Deiner Reihe „Bloggerfreundschaften“ sein darf!

1) Erzähl‘ uns ein bisschen über Dich. Was machst Du, wenn Du nicht bloggst?

Mein Name ist Heike, ich bin Anfang 40 und lebe gemeinsam mit meiner Familie in Berlin. Ich habe das große Glück, beruflich die Welt bereisen zu dürfen. Ich genieße es, in fremde Kulturen einzutauchen. All die Impulse und Einsichten, die ich von meinen Reisen mitbringe, erden mich auf gewisse Weise. Gleichzeitig bietet sich dadurch die großartige Möglichkeit, meine Leidenschaften Reisen und Fotografie mit meinem Beruf zu verbinden. So betrachtet, bin ich sicherlich ein Glückspilz.


Grundsätzlich bin ich sehr begeisterungsfähig. Manchmal habe ich das Gefühl, ich sollte mit Scheuklappen durch die Welt gehen, damit ich reizimmun werde, weil ich ansonsten alles und jedes ausprobieren muss, was nicht bis fünf auf dem Baum sitzt. Neulich habe ich einen Workshop zum Thema Hand Lettering besucht und übe seither brav. Apropos, ich würde mich übrigens als einen Online-Workshop-Junkie bezeichnen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal „kurslos“ war.

Eine Sache, die ich aber immer mache, unabhängig davon, ob ich blogge, arbeite oder einer anderen Beschäftigung nachgehe, ist Kaffee trinken. Ich liebe und brauche das braune Gold! Ich kann auf vieles verzichten, aber niemals nie auf meinen Kaffee.


2) Was macht Dich glücklich?

Mein größtes Glück ist meine Familie. Punkt. Es ist ein unbeschreibliches, wundervolles Gefühl, im Leben angekommen zu sein, und dieses mit den Menschen zu teilen, die man liebt und die einen lieben. Wenn meine Tochter sagt, ich wäre die beste Mama der Welt, macht mein Herz Luftsprünge. Was braucht man mehr? Die Herausforderung im Alltag ist vielmehr innezuhalten, um Momente bewusst zu erleben, Glück erkennen und zulassen zu können. Glück ist aber auch Arbeit. Es sollte nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Man muss seinen Beitrag dazu leisten. Glück säen, um Glück zu ernten.

3) Was bedeutet „Bloggerfreundschaft“ für Dich?

Im Laufe der Zeit habe ich tolle Menschen kennengelernt, mit denen mich entweder gemeinsame Interessen verbinden, oder mit denen ich auf der vielbesagten gleichen Wellenlänge schwimme. Bloggerfreundschaften empfinde ich daher als virtuelle Familien, die an meinen Gedanken teilhaben, Feedback geben, mich inspirieren, unterstützen und motivieren. Praktischerweise erfolgt das alles mit einem Sicherheitsnetz. Da man sich zumeist nicht persönlich kennt, agiert man ohne Vorbehalte. Das sehe ich als Vorteil. In der Zwischenzeit sind mir aber manche Bloggerfreunde richtig ans Herz gewachsen, so dass ich mich sehr freuen würde, sie auch einmal offline kennenzulernen.

Ich selbst nehme mir immer mal wieder Auszeiten, die ungeplant sind und das Bloggen mit einbeziehen. Kehre ich zurück, sind meine Bloggerfreunde noch immer für mich da und nehmen mir mein Abtauchen ins Nirwana auch nicht böse. Dafür bin ich sehr dankbar.

4) Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Gab es einen speziellen Anlass, einen besonderen Grund?

Meine erste Webseite habe ich gemeinsam mit meinem Mann unter dem Namen Qimago betrieben. Wir wollten eine Plattform für unsere gemeinsame Leidenschaft Fotografie schaffen und uns dort mit unserer Familie und unseren Freunden austauschen. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir nicht das Interesse, unseren Leserkreis auszuweiten. Es war sozusagen als eine rein private Angelegenheit geplant, insofern man überhaupt von Privatsphäre im Netz sprechen kann. Im Nachhinein betrachtet, steckte das Bloggen seinerzeit in den Anfangsschuhen, und es war mir nicht geheuer, meine Gedanken abseits eines Fotos zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Das Interesse daran, Blogs fern dieses festgesteckten Rahmens zu lesen und selbst zu schreiben, kam erst später. Die Webseite, wie sie heute besteht, ist mittlerweile mein drittes eigenes, virtuelles Zuhause. Ich musste zweimal „umziehen", um jetzt sagen zu können, dass ich angekommen bin. Mein Mann ist im übrigen Qimago und der Fotografie treu geblieben und hat sich weiter spezialisiert.

5) Wie würdest Du Deinen Blog beschreiben? Über welche Themen bloggst Du?

Wie oben erwähnt, ist meandmybutton.com bereits meine dritte Webpräsenz. Bei meinen ersten beiden Blogversuchen habe ich den Fehler gemacht, meine Themengebiete zu eng zu fassen. Da ich mich nicht nur interessenseitig weiterentwickelt habe, habe ich mich jeweils auf dem Weg verloren, zumal erschwerend hinzu kam, dass auch der jeweilige Blogname einen thematischen Bezug hatte. Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich überhaupt einen weiteren Versuch starten sollte. Da ich aber gerne schreibe und den Austausch liebe, habe ich mir schließlich einen Ruck gegeben, eine Domain gesichert und losgelegt. Damals habe ich mir selbst geschworen, dass es einerseits mein letzter Versuch sein würde und ich andererseits mit mir selbst gnädig sein wollte. Denn was ich so herzlich gar nicht mag, ist Druck!


Der Bloggerfibel folgend, mache ich daher sicherlich alles falsch, da ich keiner Blognische zugeordnet werden kann. Mein Blog handelt von mir und meinen Interessen, und da sich diese mitunter verschieben, ist der Fokus streckenweise enger oder weiter gefasst. Im Augenblick dominieren ganz eindeutig Beiträge zu den Themen Reisen und Fotografie.

6) Was ist Dir bei Deinem eigenen Blog und auch bei Blogs, die Du gerne liest, besonders wichtig?

Authentizität und Design sind Aspekte, die mir besonders wichtig sind, und die virtuelle Visitenkarte ausmachen. Ich bin ein sehr visueller Mensch, und habe festgestellt, dass ich mich besonders dann gerne auf Webseiten aufhalte, wenn diese ansprechend und harmonisch gestaltet sind. Dazu gehören neben einer einfachen Navigation die Anordnung und Strukturierung von Informationen, aber auch die Gestaltung der Bilder. Man braucht heutzutage glücklicherweise kein Profigerät mehr, um schöne Aufnahmen machen zu können. Bereits Smart Phones ermöglichen qualitativ hohe Aufnahmen. Bildbearbeitungssoftware, um die Bilder im nächsten Schritt schnell aufzuwerten, ist inzwischen auch auf dem Markt kostenlos verfügbar.

Neben gestalterischen Aspekten muss es aber „menscheln“! Ich möchte in den jeweiligen Beiträgen mehr über die Person erfahren, die sich hinter einem Blog verbirgt. Vor diesem Hintergrund finde ich es auch überhaupt nicht schlimm, wenn Blogs durch Werbung und Affiliate Links ein Stück weit kommerzialisiert werden. Solange alles nachvollziehbar bleibt und sich eigene Interessen und Erfahrungen im Beitrag widerspiegeln, scheue ich mich nicht und klicke gerne Affiliate Links. Warum sollte man sich nicht ein kleines Zubrot verdienen? Bei manchen meiner Bloggerfreunde würde ich mir wünschen, sie hätten Affiliate Links eingerichtet, und würden dann das ein oder andere Mal auf mich anstoßen, wenn sie in der Pizzeria mit ihren Liebsten die Provision verkosten. Letztendlich sehe ich das auch ein Stück weit als Anerkennung! Liebe Freunde, ich hoffe, Ihr seht mich mit dem Zaunpfahl winken!

7) Hat das Bloggen Dein Leben in irgendeiner Form verändert?

Das Bloggen im speziellen und das Agieren im Social Media Raum im allgemeinen haben mein Leben sicherlich bereichert, aber nicht grundlegend verändert Ich habe wunderbare Menschen getroffen, mit denen seither ein ebenso wunderbarer Austausch stattfindet. Ich bin dankbar für all die Impulse, die ich erhalte und die mich zB in kreativen Belangen bestätigen und fördern. Nichtsdestotrotz vergeht kaum ein Tag, an dem ich die Online Welt nicht verfluche, und mir wieder einmal vornehme, mehr offline zu sein. Ohne den Hintergedanken, wie sich Erlebtes in einem Blog- oder Instagrambeitrag verarbeiten lässt.

8) Wie findest Du Ideen für Deinen Blog? Was inspiriert Dich?

An Ideen mangelt es mir nun wirklich nicht. Mein Notizbuch ist ständig gefüllt mit Eintragungen und Skizzen, die auf ihre Umsetzung bzw. Veröffentlichung warten. Die meisten Ideen erreichen mich entweder, wenn ich im Bett liege, kurz vor dem Einschlafen, oder im Ausland während eines beruflichen Einsatzes, fernab vom Schreibtisch. Und der Weg dorthin zurück ist lang, manchmal zu lang. Stünden nur nicht die ewigen Selbstzweifel und der Perfektionismus im Weg, die mir das Leben bislang mehr als nur einmal schwer gemacht haben.

Die populäre Plattform Pinterest meide ich zwischenzeitlich. Ich empfinde den global anerkannten Inspirationspool bisweilen als ein „Zuviel". Ein Zuviel an allem. In Abhängigkeit davon, nach was man sucht, besteht meiner Meinung nach die Gefahr, sich zu verzetteln und den Fokus zu verlieren, anstatt auf sich selbst zu hören und seinen eigenen Instinkten zu vertrauen.

9) Erzähl‘ uns doch ein bisschen über Deine Art zu bloggen: Bloggst Du nach Plan oder eher spontan?

Ich plane und organisiere gerne und führe mit Herzblut To Do-Listen. Handelt es sich aber um Blogbeiträge, bin ich im wahrsten Sinne des Wortes planlos. Ich besitze zwar einen hübschen Blogplaner, habe diesen aber noch nie genutzt. Ist ein Beitrag fertig gestaltet, wird der Button <<Veröffentlichen>> gedrückt. Basta!

10) Hat sich Dein Blog im Laufe der Zeit (in Hinblick auf den Beginn) verändert? Und hast Du Dich als Blogger vielleicht auch verändert?

Was das Design anbelangt, ist mein Blog eine ewige Baustelle und hat viele Änderungen erlebt. Die nächste wartet wahrscheinlich schon um die Ecke. Ich liebe es zu basteln und zu gestalten und mich als Laie in CSS-Codes hineinzudenken. Insofern spiegelt das jeweilige Design meinen aktuellen Geschmack wider. Inwieweit ich mich als Blogger verändert habe, können die Leser, die mir und meinen Gedanken schon länger folgen, sicher besser beantworten. Spontan würde ich aber sagen nein, sofern ich ganz konkret meine aktuelle Webseite betrachte. Die inhaltliche Veränderung hat vielmehr auf dem Weg von Blog #1 zu Blog #3 stattgefunden.

11) Hast Du irgendwelche Tipps für (junge) Blogger? Und hast Du vielleicht irgendwelche Blogs, die Du uns empfehlen möchtest?

"Comparison is the thief of joy.“ - Theodore Roosevelt

Es fühlt sich für mich nicht richtig an, in Stein gemeißelte Tipps auszusprechen, da ich selbst alle Bloggerweisheiten und -regeln ad absurdum führe. Daher würde ich jedem Neublogger lediglich raten wollen, auf sich selbst zu vertrauen, seinen eigenen Weg zu gehen, sich zuzugestehen, Erfahrungen zu sammeln, und gut zu sich selbst zu sein, indem man sich nicht unter Druck setzt. Bloggen soll schließlich Spaß machen und Freude bringen!

Da mein aktueller Fokus auf der Fotografie liegt, möchte ich Euch zwei Fotoblogs ans Herz legen, auf denen Ihr schöne Bilder und Texte und eine gehörige Spur Mensch dahinter findet: Episodenfilm und Kuhnograph.


Liebe Heike, vielen lieben Dank, dass Du mitgemacht hast!


Alle Beiträge zur Reihe Bloggerfreundschaften findet Ihr HIER.



Kommentare so far

  1. Vielen Dank für dieses spannende Interview und all die wundervollen Blogvirstellungen. Ich will mir jetzt dann nochmal alle in Ruhe ansehen!
    Herzlichst, Signora Pinella

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    1. Herzlichen Dank! Ich freue mich, dass Dir die Reihe gefällt.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Liebe Nicole,

    auch noch einmal an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! Als ich Dir meinen Beitrag geschickt habe, wusste ich noch nicht, wie aktuell Frage Nr. 10 und ein Redesign sein würden. :-)

    LG Heike

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    1. Liebe Heike,

      ich habe Dir für Deinen Beitrag zu danken. Es ist schön, Dich hier auf StreifenLiebe zu Gast zu haben. Jederzeit gerne wieder!

      Ich drücke Dir ganz, ganz fest die Daumen, dass Dein Blog bald wieder online ist. Ich freue mich schon darauf und bin auch schon aufgeregt, weil ich auf das neue Design gespannt bin.

      Liebe Grüße
      Nicole

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