17. Oktober 2015

Auszeiten {About Blogging}

Es steht außer Frage: Ich mag das Bloggen sehr gerne. Ich mag es, Ideen für den Blog auszutüfteln, wenngleich es mir oftmals wie Daniel Düsentrieb geht - nicht alles, was ich mir ausdenke, funktioniert auch, sei es als Post oder in Sachen Design. Ich mag es, Fotos für StreifenLiebe zu machen und halte immer Ausschau nach (neuen) Motiven. Ich mag das Schreiben für StreifenLiebe und vor allem mag ich den Austausch mit meinen Lesern. All das ist wirklich toll und es bereichert mein Leben - in einer Art und Weise, die ich mir nicht hätte vorstellen können.

 Und dennoch: Hin und wieder brauche ich eine (kreative) Auszeit. Und damit meine ich nicht die "Zwangspausen", weil das Leben 1.0 meine volle Aufmerksamkeit fordert, sondern ich meine die selbstgewählten Auszeiten. Meist sind diese Auszeiten, die ich nicht durch und durch plane, sondern schaue, was sich ergibt, verbunden mit fast vollständiger Internetabstinenz. Für mich ist das wichtig und ich brauche das von Zeit zu Zeit. Warum diese Auszeiten für mich wichtig sind? Ganz einfach: 

// Kreativität - Manchmal fehlt sie, manchmal sprudel ich über vor ihr, sodass ich kaum noch hinterher komme (das sind die Momente, in denen ich gerne meine Gedanken auf eine externe Festplatte downloaden möchte). Auszeiten nehmen den Druck, den ich mir selbst mache, von mir und geben mir Zeit, meine Kreativität neu zu entdecken oder sie wieder in "gesündere" Bahnen zu lenken. 

// Ruhe - Ich gebe es zu: Manchmal überfordert mich das Leben 2.0. Versteht mich nicht falsch: Ich mag das Leben 2.0 sehr gerne. Ich mag es unheimlich gerne, Blogs zu lesen, auf Instagram unterwegs zu sein und mich um StreifenLiebe zu kümmern. Aber es gibt eben auch Zeiten, da wird es zu viel. Warum das so ist, kann ich nicht so recht erklären. Ich weiß nur, dass ich mit dem Herzen dabei sein möchte und dem, was ich tue, auch meine volle Aufmerksamkeit schenken möchte. Ich bin ein Genussmensch und wenn ich merke, dass ich nicht mehr genieße, sondern nur noch konsumiere oder etwas mache, weil ich denke, dass ich das jetzt muss, dann drücke ich die Stoptaste und komme erst einmal zur Ruhe.

// Fokus - Ich habe sehr hohe Erwartungen und Ansprüche an mich selbst, im Grunde oftmals viel zu hohe, was ich häufig allerdings erst im Nachhinein erkenne (BUG!). Ich verliere mich dann oftmals in all diesen Erwartungen und Ansprüchen, sodass mir eines dabei abhanden kommt: der Spaß an der Sache. Mein Fokus hat sich - zu meinen Ungunsten sozusagen - verschoben. Ich konzentriere mich dann auf alles andere, aber nicht mehr darauf, was eigentlich zählt: die Freude an dem, was ich tue. Mit StreifenLiebe ist mir das auch anfangs häufiger passiert, aber die kleinen Auszeiten haben mir dabei geholfen, den Fokus neu zu justieren und mich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Mein verquerer Perfektionismus ist es definitiv nicht.

Und das bringt mich zum letzten - und vielleicht wichtigsten - Grund für eine Auszeit:

// Prävention - In der Blogosphäre scheint es einige Schreckgespenster zu geben (über eines habe ich HIER bereits geschrieben). Aber alle sind definitiv Fälle für die Ghostbusters, aber eines scheint besonders übel zu sein: die Schreibblockade. Es gibt sicherlich unzählige Gründe, die dieses Gespenst hervorruft (mangelnde Zeit, Unlust, Erwartungshaltung etc.), aber die Konsequenz ist meist die gleiche: der Blogger und der Blog leiden darunter. 
Das Schreckgespenst hat mich zwar bisher weitestgehend verschont, aber um erst gar nicht in die Situation zu kommen, die Energiestrahlen meiner Protonen-Packs kreuzen zu müssen, lege ich gerne einfach so mal eine (kleine) Auszeit ein, sozusagen als präventive Maßnahme. Das gibt mir die Möglichkeit, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, die Perspektive zu wechseln (was häufig schwer ist, wenn man mittendrin steckt in einer Sache) und in Ruhe über den Status quo nachzudenken. Einfach neue Eindrücke sammeln und Neues entdecken. Und davon kann - so sehe ich das - StreifenLiebe nur profitieren.


 




Teil 1: Be yourself

Kommentare so far

  1. Liebe Nicole,
    einmal mehr hast Du mir aus dem Herzen gesprochen! Ich kenne diese Gefühle selber auch zu gut!
    Herzlichst, Signora Pinella

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    1. Liebe Signora Pinella,

      vielen lieben Dank für Deine Worte. Ich freue mich sehr, dass Dir meine Worte Dir "aus dem Herzen" gesprochen haben. ♥

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Ich mag die Reihe immer mehr :)
    Das mit den Asuzeiten kenne ich, wobei mir häufiger Pausen passieren, die durch Abweichungen im Alltag passieren :P Wenn ich allerdings merke, dass mir das Schreiben schwer fällt, dann mache ich auch eine Pause bevor gar nix mehr geht :P

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    1. Dankeschön! ♥

      Ich halte Pausen für wichtig - egal, ob beim Bloggen oder bei was auch immer. Jeder (kreative) Kopf braucht mal ein bisschen "Durchzug". ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Liebe Nicole!
    Gerade der Punkt mit den Auszeiten, weil das Leben 2.0 manchmal zu viel wird, verstehe ich sehr gut. Ich lege auch immer wieder Auszeiten ein. Gerne mal am Sonntag, wo ich das Handy und den Laptop den ganzen Tag aus lasse. Das fühlt sich so herrlich "frei" und unabhängig an. Ist bekloppt, aber ist so!
    Liebe Grüße,
    Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      Auszeiten sind sehr wichtig - egal, ob nun beim Bloggen oder bei sonst was. Ich bin davon überzeugt, dass solche Auszeiten elementar für Kreativität, Motivation und Co. sind.

      Ist gar nicht bekloppt, ist einfach so! ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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