11. September 2015

Hello Autumn

Ist das nicht ein herrlicher Herbstbeginn? Sonnenschein, aber kühle Temperaturen und somit endlich wieder Zeit für Kuschelstrickjacken, Boots und XXL-Schals. Wunderbar! 


Ich bin glücklich, dass meine liebste Jahreszeit endlich begonnen hat und ich freue mich auf alles, was sie - neben all den zuvor genannten Dingen - noch so mit sich bringt (wie z.B. verregnete Sonntage zu Hause, eingekuschelt in die Lieblingsdecke und viel heißen Mandelkakao genießend - siehe HIER). Aber dieses Jahr ist etwas anders. Ich bin anders. 

Eigentlich wollte ich Euch heute meine Herbstwunschliste und auch meine Autumn-Bucket List zeigen. Aber das werde ich nicht, denn ich habe beides verworfen. Obwohl meine Herbstwunschliste schon fertig und die Bucket List fast vollständig war, habe ich entschieden, dass ich das Meiste auf der Wunschliste im Grunde gar nicht benötige (obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass man nie genug Hooties und Co. haben kann) und ich diesen Herbst spontan sein möchte. 

Damit folge ich einem Gefühl, das ich schon seit Wochen habe und auch lebe. Normalerweise bin ich eine Meisterin der Planung und To-do-Listen sind für mich obligatorisch. Allerdings mache ich mir schon seit Längerem nicht mehr für alles To-do-Listen (z.B. für StreifenLiebe), sondern lasse mir mehr Raum. Und hinsichtlich der Planung meines Tages habe ich in den letzten Wochen damit begonnen, mir ebenfalls mehr Raum für Spontanität zu lassen. 
Ich gebe es zu: Zu Beginn war diese Abkehr von meiner üblichen Routine eher den Umständen und meiner Verfassung geschuldet (siehe HIER). Ich war nicht in der Lage, mehr als "nur" im Moment zu leben, im Hier und Jetzt zu sein - nur so konnte meine Wunde heilen. Aber mit jedem neuen Tag habe ich gemerkt, dass das Leben im Hier und Jetzt mir ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet und eine Art von Freiheit bietet, die mir zuvor nicht sonderlich sympathisch war. Denn: Planung bedeutet auch Stabilität, sie gibt Halt - aber sie schränkt eben auch ein. Natürlich war ich immer flexibel hinsichtlich meiner Pläne, schließlich hat man nicht alles in der eigenen Hand. Aber dennoch war es immer das Ziel, an einem Plan irgendwie festzuhalten. 

Aber heute ist es eben anders. Ich bin anders. Ich mache auch heute noch Pläne, so ganz ohne geht es ja nicht, aber eben nicht mehr für alles. Und so kam es auch, dass ich heute Morgen meine Wunschliste in den Händen hielt und nur dachte: Eigentlich brauche ich das nicht, es ist mir gerade gar nicht mehr so wichtig, also weg damit. Ebenso erging es mir mit meiner Bucket List: Sie lag vor mir, ich schaute sie lange an, wollte sie fertigstellen - aber dann gefiel mir der Gedanke nicht mehr, meinen Herbst schon so zu verplanen. Es gibt Dinge, die mache ich immer im Herbst und freue mich darauf (siehe HIER), die müssen nicht auf so eine Liste und alles andere möchte ich lieber spontan auf mich zukommen lassen.

Ich folge meinem "Bauchgefühl", das laut und deutlich ruft: Spontanität ist mein Ding! Ich stimme da zwar noch nicht so ganz mit meinem Bauchgefühl überein, aber Spontantität macht Spaß und vielleicht rufe auch ich irgendwann: Spontanität ist mein Ding! Und wenn ich irgendwann merke, dass das nicht so ist, ist es auch okay. Darüber denke ich aber nicht nach, denn ich bin gerade im Hier und Jetzt - und hier fühle ich mich gerade sehr wohl. Mit Kuschelstrickjacke, Boots und XXL-Schal.



Obwohl dieser Post schon ein paar Tage "alt" ist, verlinke ich ihn bei Bine - denn der Herbst ist das aktuelle Schreibzeit-Thema. Hüpft mal zu ihr rüber...
 

Kommentare so far

  1. Liebe Nicole, ich wünsche dir einen herrlichen Herbst und hoffe, dass er so weitergeht, wie er begonnen hat!
    Bei mir ist es gerade genau umgekehrt. Ich versuche mir wieder mehr Listen zu machen, wahrscheinlich, weil ich ein wenig Stabilität in meinen Tagesrhythmus bringen möchte und muss. Mal schauen, wie mir das gelingt.
    Herzliche Grüße, Kirsten

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    1. Liebe Kirsten,

      na, das möchte ich doch auch hoffen. ;-)

      Hach Kirsten, mir geht es normalerweise auch wie Dir gerade. Die Stabilität, die Listen geben, ist auch toll. Aber im Moment ist mir eben mehr nach Freiheit und ich versuche mir selbst mehr Raum zu geben - es scheint gerade die Zeit dafür zu sein. Solange es andauert, ist es gut - ich lerne mich selbst von einer neuen Seite kennen. Spannend! ;-)

      Ich drücke Dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass Dir Deine Listen genau das geben, was Du brauchst.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Ich mache zwar deutlich weniger als sonst immer aber so ganz ohne To-Do-Listen geht es dann doch nicht. So spontan bin ich dann auch nicht.Allerdings habe ich schon Anfang des Jahres mit allen Bucket-Listen aufgehört, die habe ich dann mit den Neujahrsvorsätzen in den Wind geschrieben.
    Et kütt wie et kütt und man kann nur das Beste draus machen.
    Ein schönes Wochenende, liebe Grüße, Nina

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    1. Liebe Nina,

      so ganz ohne To-do-Listen gehts bei mir auch nicht. Aber für ich mag im Moment einfach nicht mehr für alles eine Liste machen und meine Zeit so zu verplanen (Stichwort: "Freizeitstress"). Ich genieße das gerade sehr.

      Und Du hast so recht: "Et kütt wie et kütt und man kann nur das Beste draus machen." So is et! ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Liebe Nicole! Schön, dass Du im Hier und Jetzt angekommen bist :o) Ich bin leider auch so ein strukturierter Mensch und verplane meinen Tagesablauf viel zu sehr. Aber Du hast recht, ich sollte auch versuchen mehr im Jetzt zu leben. Ich werde es versuchen ;o) PS: ich glaube wir haben den selben Dekoladen, ich habe mir gestern auch diese wunderschönen Pilze gekauft. Liebste Herbstgrüße. Kerstin B.

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    1. Eine gesunde Mischung aus Struktur und Freiheit wäre toll, oder?! Jedenfalls wäre das mein Wunsch. Denn so ganz ohne Struktur funktioniert das (bzw. mein) Leben wohl nicht und das ist auch gut so. Aber ein gewisses Maß an Freiheit (das Leben im Hier und Jetzt) ist ebenso wichtig, das ist meine Erfahrung der letzten Wochen.

      Und ja: Wir haben wohl den selben Dekoladen; magst Du ihn auch so gerne wie ich? Dort gibt es wirklich wunderbare Sachen, meist genau mein Geschmack - und offenbar auch genau Deiner. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Liebe Nicole,
    das hier und jetzt ist so wichtig und einmalig. Und doch ergeht es mir immer wieder so, dass ich es "vergesse". Ich habe früher auch sehr viele To-Do-Listen geschrieben, eben auch, weil sie mir halt gaben. Da bin ich sehr von abgerückt über die Zeit.
    Sehr schön, dass du dich so sehr über den Herbst freust! Bei mir ist das immer gemischt. Mittlerweile freue ich mich auch. Aber ich brauche immer eine Weile um den Übergang von Sommer zu Herbst zu schaffen. Einfach weil ich im Sommer so gern draußen bin, die Leute sind fröhlicher und überhaupt. Und im Herbst findet mehr drinnen statt. Während es draußen regnet, ziehen sich die Menschen zurück. Als Single bedeutet das ein Gefühl von Einsamkeit, mit dem ich jedes Jahr neu lernen muss umzugehen. Aber ich hab ja meine Mina und der Herbst hat auch sonnige Tage mit vielen bunten Düften und schönen warmen Farben!
    Liebe Grüße,
    Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      das ist - so denke ich - das grundsätzliche Problem mit dem "Hier & Jetzt": Wir stecken mittendrin und doch sind unsere Gedanken mit der Vergangenheit und Zukunft beschäftigt. Sich auf den Moment zu konzentrieren oder ihn als solchen wirklich wahrzunehmen, ist echt eine "Kunst" für sich. ;-)

      Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie Single war (Zeiten vor meinem 15 Lebensjahr zähle ich nicht mit ;-) und deswegen noch nie darüber nachgedacht habe, wie es sein muss, diese Zeit "alleine" zu erleben. Obwohl auch ich - denke ich an frühere Beziehungen - durchaus auch das Gefühl von Einsamkeit kenne. Aber wie Du schon schreibst: Du hast Mina und der Herbst hat seine wunderbaren Seiten, die Du genauso genießen kannst, wie DU es magst. Und vielleicht verbringen wir beide ja auh mal einen schönen Herbsttag zusammen. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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    2. Liebe Nicole!
      Ich kenne einige Leute, die schon seit immer (also so wie du ;-) ) in einer oder mehreren Beziehungen ohne Lücken waren. Die Mutter meines kleinen Freundes z. B. ist mehr als die Hälfte ihres Lebens (sie ist ein Jahr älter als ich...) mit ihrem Mann zusammen. Wir hatten uns Sonntag da auch drüber unterhalten, dass sie sich das gar nicht vorstellen kann, wie das ist, wenn einem zuhause die Decke aufn Kopf fällt, weil man halt abends immer/sehr oft allein ist. Und dass Einsamkeit zum Singleleben einfach dazu gehört. Mal mehr, mal weniger und je nach Verfassung/Wetter/etc. Ich hatte schon ein paar Beziehungen, aber nun bin ich seit 4 Jahren Single. Und damit bin ich mal mehr, mal weniger zufrieden. Aber ändern auf Knopfdruck kann ich an dem Status halt nix ;-)
      Weißt du was? Ich fände es echt schön, dich mal in echt zu sehen! Vielleicht schaffen wir es ja mal im Oktober oder November, dass Mina und ich für einen Tag zu dir kommen?!
      Liebe Grüße,
      Frauke

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    3. Ein Treffen würde es auch wunderbar finden - ein Besuch von Dir und Mina. Toll! Lass uns doch einfach mal schauen, ob wir es im Oktober oder November schaffen. Ich schreib' Dir eine Email.

      Ich freu mich drauf!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Hallo Nicole,

    Wie schön zu lesen, dass du dich auch so sehr auf den Herbst freust, wie ich. Und ich finde es klasse, dass du so auf dich selbst achtest und merkst, wenn eine Gewohnheit nicht mehr zu dir passt und angepasst werden muss. Dein Bild ist übrigens ein Träumchen. Sehr schön und für mich ein gute Laune Macher. :-)

    Liebe Grüße
    Nika

    PS: Weißt du, was auf meiner Wunschliste für den Herbst steht? Dich und Nina mal kennen zu lernen. :-)

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    1. Liebe Nika,

      ja, der Herbst ist definitiv meine Jahreszeit. So ein Tag wie heute (16 Grad, Sonne und Regen im Wechsel) ist einfach wunderbar und ich spüre, wie gut mir der Herbst tut.

      Das mit den Gewohnheiten musste ich lernen; ich halte gerne an Dingen/Gewohnheiten fest. Aber ich habe gerade in den letzten Wochen gemerkt, dass vieles jetzt gerade "nicht passt" und die die Vorstellung, einfach daran festzuhalten, einfach nur, weil ich das immer so mache, gefiel mir gar nicht und hat "Bauchweh" verursacht. Also warum nicht mal eine Gewohnheit " über Board werfen"!?

      Vielen lieben Dank für das Kompliment. Ich kann sagen: Ich habe es mit Liebe fotografiert. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

      PS: Was unser Treffen angeht, daran kannst Du nach dem Herbst ein Häkchen machen. ;-)

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  6. Hallo Nicole,

    ich mag deine Art zu schreiben, vielleicht auch weil wir in manchen Dingen ähnlich zu ticken scheinen. Bucket Lists habe ich so richtig erst kennengelernt, seit ich Blogs lese und selbst einen habe, zuvor habe ich jede Jahreszeit einfach so begangen und aktuell mache ich das auch weiter so. Schließlich muss ich nicht jeden Trend mitmachen. Dennoch kann ich sehr gut verstehen, dass du Pläne und To-do-Listen machst, denn das liegt mir auch sehr. Kann nur schlecht davon abweichen, eben genau weil es Halt und Stabilität bietet. Doch in den letzten Monaten habe ich auch versucht mich ein wenig davon zu lösen, daher kann ich deine Veränderung sehr gut nachvollziehen. Eine gewisse Spontanität tut gut, eröffnet schöne Momente und Möglichkeiten, die ich sonst verpasst hätte. Denke ein Mittelmaß zu finden ist aktuell mein Ziel, denn das wäre für mich optimal. Bin gespannt, welche Erfahrungen du damit machst.

    Wünsche dir einen schönen Herbst, freue mich auch schon auf die schönen Farben.
    Viele Grüße, Silke

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    1. Liebe Silke,

      herzlichen Dank für Dein liebes Kompliment und Dein Kommentar. Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es viele Menschen da draußen gibt, die einem ähnlich sind - und noch schöner ist es, sie im WWW gefunden zu haben. :-)

      Machen wir einen Deal? Wer von uns beiden zuerst das "gesunde Mittelmaß" findet, informiert die Andere und die backt dann einen Kuchen zur Feier der Entdeckung?! Wie wärs? ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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    2. Hallo Nicole,

      so machen wir das, der Deal steht. Wie wärs mit einem Stichtag zur Überprüfung am ersten Advent? Dann gibts vorher bestimmt auch Weihnachts-Bucket Lists etc., das wäre doch eine schöner Zeitpunkt und Kuchen passt dann auf jeden Fall zum Kaffee, Tee, Kakao unter der Kuscheldecke. Ich glaube ich erweitere unseren Deal: die eine backt und die andere steuert das Getränk dazu, beides wird zusammen genossen. Aachen ist zwar ein Eckchen vom Ruhrgebiet entfernt, aber machbar. Was meinst du?!

      Viele Grüße, Silke

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