16. September 2015

Be yourself {About Blogging}

Als ich darüber nachdachte, eine kleine Reihe zum Thema Bloggen zu starten, war mir sofort klar, was ich nicht möchte: eine "Dos & Don'ts"-Liste veröffentlichen. Oder anders ausgedrückt: Gut gemeinte Ratschläge geben, wie man "richtig" bloggt. Denn ganz ehrlich: Ich weiß noch nicht einmal, was "richtig" in diesem Kontext bedeuten soll.



Es gibt diverse Seiten mit solchen Ratschlägen (die eher nach Regeln klingen) und nahezu alle führen bei mir nur zu einem bestimmten Gefühl: Verunsicherung. Denn meist ist das Ziel dieser Ratschläge: ein erfolgreicher Blogger zu werden. Und da fängt es schon an: Was bedeutet erfolgreich? Eine möglichst große Leserzahl oder dass ich (letztlich) mit meinem Blog die Miete zahlen kann? Oder vielleicht doch einfach, dass ich mit meinem Blog glücklich bin? Ich weiß es nicht, obwohl ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass gerade die letzte Frage damit wohl nicht gemeint ist.
Und selbst wenn ich diese Fragen außer Acht lasse, verunsichern mich die gegebenen Ratschläge weiterhin (z.B. verändere dein Design nicht zu oft, schaffe einen Mehrwert für Deinen Leser, poste nicht zu oft oder zu selten usw.). Sodass ich entschieden habe, diese Art von Ratschlägen nicht zu beachten und einfach mein "Ding zu machen". Ich bin sowieso nicht gut darin, mich an Regeln zu halten, wie jeder, der schon einmal mit mir im Straßenverkehr unterwegs war, nur allzu gerne bestätigen wird.

Meine Reihe wird also keine  "Dos & Don'ts"-Liste enthalten. Ich möchte einfach nur meine Erfahrungen hinsichtlich des Bloggens mit Euch teilen und darüber schreiben, was für mich funktioniert und was eben nicht. Ich habe keine Weisheiten oder Lehren zu verkünden und Ratschläge gebe ich (außer beruflich) sowieso nicht gerne. Und wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir auch nur ein Ratschlag ein, hinter dem ich voll und ganz stehen kann:

Be yourself. Everyone else is already taken. 





Teil 1: Be yourself

PS: Wer daran interessiert ist, etwas Allgemeines zum Thema "Blogdesign" (also HTML, CSS & Co.) zu erfahren, der kann das gerne einem Kommentar anmerken und ggf. schon schreiben, was genau Du wissen möchtest. Ich schaue dann, dass ich das Thema noch in meine Reihe aufnehme und zusammen mit dem Helden (mein persönlicher Code-Guru) einen Post dazu verfasse. Wir können sicherlich nicht alles beantworten (wir haben leider auch nicht für jedes Problem eine Lösung; schön wärs!), aber wir können vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Kommentare so far

  1. Ohhh ich finde diese "Tipps" auch immer seltsam und bin verunsichert.. Vor allem lese ich sehr oft, dass man keine dunklen Hintergründe nehmen soll, nur neutrale Schriften und bloß kein Comic Sans.. Ich hab beides, einfach weil es mir gefällt, weil ich das Gefühl hab, das Design ist gemütlich - wie ein Blick in den Kamin oder ein Sonnenuntergang am Meer..
    Vllt schreib ich darüber auch etwas..
    Liebe Grüße, Nadja :)

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    1. Liebe Nadja,

      Dein Blog ist Dein Blog und den kannst Du nach Deinen Wünschen gestalten; Dein Zuhause richtest Du ja auch nach Deinen Wünschen ein, oder?! Klar gibt es "sinnvolle" Tipps (gerade die gestalterischen), aber letztlich entscheidet man immer noch selbst. Und dafür sollte man sich auch nicht schlecht fühlen.

      Ich mag nur die Ratschläge nicht, die als "ultimativ und unumstößlich" angepriesen werden und einem das Gefühl vermitteln, dass man sie anwenden muss und wenn man es nicht macht, kann man das mit dem eigenen Blog direkt vergessen. Sowas mag ich nicht.

      Es würde mich sehr freuen, wenn Du auch was zu dem Thema schreiben würdest.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Ich finde deine Einstellung zu dem Thema klasse.

    Eine Zeit lang hatte ich aus Spaß mal die gängigsten WordPress-Plugins installiert, die in solchen "Richtig bloggen!"-Beiträgen regelmäßig gelobt werden. Mein Blog war dann plötzlich voll mit SEO-Zeug und Statistiken und ich habe bemerkt, wie es mein Blogverhalten beeinflusste und mich immer unzufrieder machte. Also hab ich alles deinstalliert und mache auch wieder nur mein Ding.

    Auf jeden Fall bin ich deswegen schon auf deine Reihe gespannt.

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    1. Herzlichen Dank für Deinen Kommentar, liebe Christin.

      SEO - oweia! Das ist gar nicht meine Welt. Ich schaue mir selten die Statistiken an, was sollte mir das auch bringen? Wenn 10, 100 oder 1000 Leute mehr pro Tag klicken, aber niemand wirklich Interesse an meinen Worten zeigt (z.B. durch Kommentare), dann fühle ich mich auch nicht besser oder schlechter.
      Ich hatte vor einiger Zeit mal eine Bloggeridentitätskrise; ihr ging die Auseinandersetzung mit verschiedenen typischen Bloggerfragen (-ratschlägen) voraus und umso länger ich mich damit auseinandersetzte, umso schlechter ging es mir - und BOOM steckte ich mitten in der Krise. Nicht schön! Aber ich habe auch viel über mich und meine Einstellung gelernt - und da hatte ich die Idee zu der kleinen Reihe. Ich hoffe, sie wird Dir gefallen. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Liebe Nicole, auch ich habe keine Lust mich an die Regeln anderer Leute zu halten. Mein Blog - Mein Baby. Da ich weder Geld damit verdienen möchte noch tausende von Leser brauche um motiviert zu sein, blogge ich einfach aus Spaß an der Freude und genau so soll es bleiben.
    Herzlichst Ulla

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    1. Den Spaß an der Freude merkt man Deinem Blog auch an. :-)

      "Mein Blog - mein Baby!" Super Gedanke! Wie wäre das: Ich mache einen Button, den kann sich dann jeder für seinen eigenen Blog mitnehmen und damit zeigen: "Hier mache ich mein Ding."

      Liebe Grüße
      Nicole





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  4. Liebe Nicole!
    Jaja, diese Ratgeber... Wem helfen die wohl weiter? Uns zweien schon mal nicht ;-) Mir gehts da wie dir: ich möchte mit meinem Blog glücklich sein. Punkt. Klar, ich freu mich wie sau, wenn ganz viele Menschen das Lesen, was ich da so verzapfe. Aber meine Miete kann ich damit nicht zahlen und wenn ich es müsste, würde es mich wahrscheinlich so sehr unter Druck setzen, dass ich nicht mehr bloggen könnte bzw. nicht mehr in der Art, wie jetzt. Hin und wieder schau ich schon, wie viele Leser bei mir waren. Aus reiner Neugierde. Aber ich schreib eh über meine Welt, meine Wahrnehmung und meine Erlebnisse. Da kann ich mit den Tipps "schreibe Mehrwert für deine Leser" oder "richte dich nach den Wünschen deiner Leser" schwer was anfangen. Entweder die passenden Leute finden zu mir oder halt nicht. Instagram mit den Hashtags hat mir da schon den ein oder anderen beschert!
    Liebe Grüße,
    Frauke

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    1. So sehe ich das hinsichtlich StreifenLiebe auch: Der Großteil der Ratschläge passt gar nicht zu StreifenLiebe, da es - wie bei Dir - hier um meine Welt geht, also im wahrsten Sinne des Wortes ein persönlicher Blog. Ich freue mich auch über jeden einzelnen Leser, aber mein Leben wird durch mehr oder weniger Klicks nicht besser oder schlechter.

      Grundsätzlich habe ich gegen solche Ratschläge gar nichts, nur die Art und Weise, dieses "so muss du es machen, anders gehts nicht", gefällt mir nicht und empfinde ich als verstörend. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welchem Druck er sich aussetzen möchte. Jeder halt wie er mag.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Ich kann mich Fraukes Worten auch nur anschließen.Ich denke bei persönlichen Blogs wie unseren ist es eh ganz was anderes als bei themenbezogenen.Da gibt es (für mich) sowieso keine Regeln...überhaupt dieses ganze Regelgequatsche, ganz ehrlich, diese ganzen Diskussionen, wie auch diese SlowBlogging Geschichte nerven einfach.
    Ich werde auch weiterhin bloggen wie mir der Schnabel gewachsen ist und dabei bleibt.Eben genauso: Jeder wie er es am liebsten mag und sich am wohlsten fühlt.
    Hab einen schönen Schlumpfsonntag, Nina

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    1. Also vom Slow Blogging habe ich erstmals durch Dich erfahren. An mir gehen solche Trends irgendwie immer vorbei. Vielleicht ganz einfach deshalb, weil ich mir über sowas keine Gedanken mache, ob ich jetzt so oder so ein Blogger bin.

      Genau: Bleib so wie Du bist, denn Du bist genau richtig so! :-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  6. Hallo Nicole,

    Hach, dies dass Beiträge sind es, warum ich deinen Blog so gerne lese. Es ist so schön, etwas über dich zu erfahren und Erfahrungen zum Thema bloggen auszutauschen. Außerdem lesen sich deine Texte immer so wunderbar leicht.
    Bei Fragen zu HTML und Design vertraue ich lieber den Experten, aber mich würde interessieren, wie du immer diese wunderschönen Grafiken erstellst, um Zitate hübsch zu verpacken.

    Liebe Grüße
    Nika

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    1. Liebe Nika,

      vielen lieben Dank für Dein Kompliment. Darüber freue ich mich sehr!

      Liebe Grüße
      Nicole

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    2. Liebe Nika,

      entschuldige bitte, ich habe ganz vergessen, Dir auf Deine Frage zu antworten. Die Grafiken erstelle ich entweder mit Photoshop (selten) oder mit InDesign.

      Liebe Grüße
      Nicole

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