23. Juni 2015

Meine kleine Auszeit und ein Schreckgespenst names Bloggeridentitätskrise

Es war länger als geplant ruhig hier auf StreifenLiebe. Aber das war gut so. Ich brauchte einfach diese kleine Auszeit, um in aller Ruhe meine vielen Gedanken zu sortieren und ein paar Entscheidungen zu treffen.

Ich neige dazu, mich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Grundsätzlich ist das gut, da es mich auf dem Boden hält. Aber manchmal bedeutet das eben auch bzw. führt dazu, dass ich mich selbst und meine Bedürfnisse vergesse; mich um alles andere kümmere, aber nicht um mich - einfach weil mir alles andere wichtiger erscheint. Dann wird aus einer im Grunde positiven (ich nenne es jetzt mal) Eigenschaft eher etwas Negatives - und zwar für mich.
Genau das passierte in den letzten Wochen wieder und daher war es nötig, sowohl im Leben 1.0 als auch 2.0 mal die Pausetaste zu drücken. Ich habe mich zurückgezogen und einfach mal Luft geholt. Ich habe meinen Gedanken Raum gegeben und mich mit Ihnen beschäftigt; habe mir endlich wieder Zeit genommen, für meine Ideen und Pläne. Ich verbrachte viel Zeit mit meiner kleinen Familie, führte lange, intensive und so wohltuende Gespräche mit dem Helden, besuchte Lieblingsorte und nahm mir (schlicht und ergreifend) einfach mal wieder Zeit für mich.

Die Auszeit war erholsam und ich habe mich - nach ein paar Erkenntnissen - befreiter gefühlt und wieder glücklich(er). Und genau das sehe ich, wenn ich dieses Bild anschaue:
 
Wir haben ein neues Waldstück erkundet und es war wunderschön dort. Trotz Knieschmerzen (ja, es ist leider wieder soweit) tänzelte ich voller Freude beschwingt durch den Wald, weil es mir einfach gut ging. Das Bild ist zwar leicht unscharf, aber das ist mir egal. Denn es macht mich glücklich, weil ich mich genau an das Gefühl erinnere (und es am liebsten konservieren würde), wenn ich es anschaue. Und das ist letztlich alles, was wirklich zählt.

Hier ein paar weitere Eindrücke von meiner kleinen Auszeit:

Noch etwas hat mich während meiner kleinen Auszeit beschäftigt: die Bloggerwelt. Die scheint sich etwas verändert zu haben, zumindest ist das mein Eindruck. Viele Blogger, deren Blogs ich sehr gerne gelesen habe, haben das Bloggen an den Nagel gehangen und meist musste ich als Begründung lesen, dass die (eigenen) Erwartungen nicht (mehr) erfüllt wurden; von stagnierenden Leserzahlen, immer höher werdenden Anforderungen und dem Druck zur konstanten Produktion von Mehrwert war fast immer die Rede (und letztlich die Begründung für das Ende des Blogs). All das scheint wie ein Damoklesschwert über dem Bloggerdasein zu schweben. (Und zur Erklärung: Es handelte sich hierbei nicht nur um kleine Blogs, sondern um Blogs mit weit mehr als 100 und sogar 1000 Lesern.)
Über all das habe ich mir Gedanken gemacht, was darin mündete, dass ich grundsätzlich über das Bloggen nachgedacht habe (dummer Fehler). Ich habe mich gefragt, was all‘ das nun für mich bedeutet. Möchte ich diese Art von Mehrwert produzieren, um meine Leserschaft zu vergrößern? Was erwarte ich? Was möchte ich? Was sind meine Ziele? Meine Gedanken drehten sich im Kreis und plötzlich fühlte sich das Bloggen nicht mehr gut an. Das ist mir bis dato noch nicht passiert, wahrscheinlich weil ich mir über all diese Fragen noch nie Gedanken gemacht habe. Etwas übertrieben ausgedrückt: Ich steckte plötzlich mitten in einer Bloggeridentitätskrise. Überaus verstörend. Und mehr als anstrengend. Kurzum: Nicht schön!

Mitten in diesem Gedankenwirrwarr erinnerte ich mich an all' die vielen lieben Worte, die Ihr mir immer wieder auf StreifenLiebe hinterlasst, wie Ihr StreifenLiebe seht und was es für Euch ausmacht; so wie bspw. der Kommentar von Nika, den sie mir vor Kurzem hinterlassen hat.

Ich erinnerte mich daran, wie ich StreifenLiebe sehe und was es für mich ist - und ich musste lächeln. Aus dem Lächeln wurde ein richtiges Lachen. Ich lachte über mich selbst; darüber, dass ich mir plötzlich so viele Gedanken um etwas machte, das im Grunde so gar nicht meins ist. Ich denke nicht an exponentielles Wachstum meiner Leserschaft und die damit verbundenen "Marketingstrategien". Ich denke nicht an die Produktion eines möglichst großen Mehrwerts. Ich denke nicht an langfristige Ziele und habe auch keinen Blogbusinessplan (der jede Bank davon überzeugen würde, mir einen Kredit zu wahnsinnig tollen Konditionen zu geben). 
Wenn ich an StreifenLiebe denke, dann daran, dass hier mein kleines Zuhause im WWW ist. Eines, das ich so gestalte, wie ich es schön finde und das gefüllt ist mit Geschichten aus meinem Leben. Ein Zuhause, in dem ich mich wohlfühle, mich gerne aufhalte, herzlich gerne Besuch empfange und mich wie verrückt darüber freue, wenn meinem Besuch mein Zuhause gefällt, er immer wieder gerne bei mir zu Gast ist (und Ihr seid echt tolle Gäste, das muss jetzt mal gesagt werden) und wir uns immer besser kennenlernen. Das ist für mich StreifenLiebe. Das ist es, was StreifenLiebe für mich ausmacht – und so soll es bleiben.

Die kurzzeitige Bloggeridentitätskrise war mit dieser Erkenntnis überwunden. Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung nie ein (objektiv betrachtet) "erfolgreicher" Blogger sein werde. Das stellt für mich kein Problem dar und bringt meine Welt auch nicht ins Wanken. Was alles andere angeht: Ich lasse es entspannt auf mich zukommen - nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Upps, der Post ist lang geworden. Ich hab das Schreiben vermisst.  



PS: An dieser Stelle auch noch einmal vielen lieben Dank für all‘ Eure lieben Kommentare und Emails bzgl. meiner kleinen Auszeit. Schön, dass es Euch gibt! Dankeschön!


Kommentare so far

  1. ... und da sind sie wieder. Die kleinen Zwergesel, über die ich auf Deinem Blog lesen und lernen durfte!

    Liebe Nicole,

    vielen Dank für Deinen offenen und ehrlichen Beitrag. Es gehört viel Mut und Stärke dazu, diese Gedanken öffentlich zu offenbaren. Denn das, über das Du schreibst, ist keine Seltenheit. Und dennoch traut sich kaum einer, etwas darüber zu sagen, um seine Leserschaft nicht zu verstimmen.

    "Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt!" Sagte einst Pippi Langstrumpf. Und da ist etwas sehr Wahres daran! Dein Blog ist Deins. Und Du machst daraus, was Dir gefällt. Basta! Und dann ist es auch gut so! Sagte Wowereit, aber das ist auch etwas Wahres daran! :-)

    Nein, ganz im Ernst, das wichtigste an einem Blog ist, sich treu zu bleiben und seinen Weg zu gehen. Wir entwickeln uns, durchlaufen verschiedene Phasen des Lebens. All das spiegelt sich wieder. Ein Blog ist nicht statisch und verändert sich mit uns. Aber das darf er auch! Wenn mir ein Blog gefällt, speichere ich ihn ab. Dann entgeht mir kein Post, selbst wenn nur unregelmäßig Beiträge veröffentlicht werden.

    Das Thema Mehrwert ist sehr subjektiv. Ich fühle mich bei Dir und Deinem Blog wohl! Und das alleine ist schon ein Mehrwert. Was mir nicht gefällt, ist, wenn Beiträge zu gewollt veröffentlicht werden, um Masse zu produzieren. Wenn der Blogger auf der Strecke verloren geht und ich keinen Bezug herstellen kann. Wenn das wiederholt passiert, besuche ich diese Seiten nicht mehr.

    Ich habe drei Blogs gebraucht, um mit mir im reinen zu sein und den Druck von mir zu nehmen, um das zu tun, was mir Spaß macht. Manchmal ist es mehr (an Beiträgen), manchmal weniger. Ich habe meinen Frieden damit geschlossen.

    Herzensliebe Grüße,
    Heike

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    1. Liebe Heike,
      herzlichen Dank für Deine lieben Worte, die wirklich guttun. Obgleich mir gar nicht bewusst war, dass ich mit meinem Post „Mut und Stärke“ beweise, nur weil ich darüber schreibe, wie es mir ergangen ist. Dass es anderen auch so gehen könnte, war mir nicht wirklich bewusst. Ebenso wenig, dass es sich um eine Art „Tabuthema“ handelt.
      Ich wollte einfach nur beschreiben, wie ich mir selbst durch ein „zu viel“ an Gedanken und die ständige Frage „Muss ich das auch so machen?“ den Spaß am Bloggen kurzzeitig verdorben habe.

      Jeder Blogger, der den von mir oben beschriebenen Weg gehen möchte, soll das machen. Jeder wählt seinen eigenen Weg. Nur hatte ich plötzlich den Eindruck, dass das DER Weg ist und ich irgendwie die Abzweigung verpasst habe. Aber das habe ich nicht, ich gehe einfach nur einen anderen Weg. Ich freue mich auch über jeden neuen Leser und Kommentare machen mich glücklich. Aber StreifenLiebe nur darauf auszurichten, meine Leseranzahl zu maximieren, erscheint mir für mich nicht richtig. Mir selbst treu zu bleiben, so wie Du schreibst, ist mir wichtig, sonst verliere ich meinen Spaß an der Sache.

      Ich sehe es ähnlich wie Du: Ich lese/folge Blogs, die ich mag und in denen ich den Blogger wahrnehmen kann. Mir ist egal, ob sie (objektiv betrachtet) erfolgreich sind oder eher zu den „kleinen“ Blogs gehören. Wichtig ist nur, dass ich das Gefühl habe, der Blogger ist mit Herzblut dabei. Ich habe auch gar nichts gegen Werbung auf Blogs. Ich bin schon ein großes Mädchen und Werbung animiert mich nur selten dazu, ein Produkt zu kaufen. Ich kenne zu viele Menschen, die in der Werbung arbeiten und kenne den Unterschied zwischen Schein und Sein. Wenn der „gesponserte“ Post gut geschrieben ist und ich dem Blogger glaube, dann wunderbar. Wenn nicht, dann lese ich den Blog sicherlich nicht mehr lange.

      Toll, dass Du heute mit Dir (und Deinem Blog) im Reinen bist und Deinen Frieden damit geschlossen hast. Ich bewege mich in großen Schritten auf dieses Ziel zu. ;-)

      Liebe Grüße und nochmals Danke
      Nicole

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  2. Sich selbst nicht so wichtig nehmen... Den Satz mag ich so gar nicht. Weil er aus etwas Notwendigem etwas Negatives macht. Ich bin mir sehr wichtig:-) Wie alles im Leben muss es eine Ausgewogenheit geben, daher bin ich auch immer am Balancieren;-)
    Schöne Bilder hast du aus deiner Auszeit mitgebracht!

    VG Charlie

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    1. Liebe Charlie,

      vielen lieben Dank für Dein Kompliment bzgl. der Bilder. Ich freue mich, dass sie Dir gefallen.

      Ich stimme Dir zu: Ich bin mir auch wichtig. Aber ich nehme mich selbst nicht wichtig. Das ist für mich ein Unterschied. Ich achte auf meine Ernährung, einen gesunden Lebenstil (sehen wir jetzt mal von meinem Hang zu Süßigkeiten ab ;-), treibe Sport, sorge für mein seelisches Gleichgewicht - all das mache ich, weil ich mir wichtig bin.
      Aber ich bin nicht der Mittelpunkt meiner eigenen kleinen Welt, sondern teile mir diese Welt mit anderen. Und ab und an vergesse ich mich in all dem Trubel. Das ist nicht die Schuld der Anderen, sondern es liegt in meiner eigenen Verantwortung. Und genau an dieser Verantwortung mir selbst gegenüber muss ich noch arbeiten.
      Deine Sicht der Dinge hilft mir dabei, da ich meine eigene Aussage (Einstellung) aus einer anderen Perspektive betrachten konnte. Danke Dir dafür!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Ich bin froh, dass du deine Bloggeridentitätskrise überwunden hast! Ich wäre nämlich sehr sehr traurig, wenn ich nichts mehr von dir lesen würde. Diese Entwicklung habe ich auch bemerkt, allerdings ist mir auch eine weitere Entwicklung aufgefallen, die genau das Gegenteil zeigt. Viele Blogs kehren auch zurück zu persönlicheren Posts.

    Die Bilder deiner Auszeit sind wirklich wunderschön :)

    Liebst♥

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    1. Liebe Alex,

      herzlichen Dank für Dein Kommentar und das wunderschöne Kompliment, welches Du mir damit gemacht hast. Und glaub' mir: Ich bin auch echt froh, diese Minikrise überwunden zu haben. :-)

      Du hast diese Entwicklung auch bemerkt? Das erleichtert mich! Und ich stimme Dir zu: Ich habe auch schon ein, zwei Blogs "wiederentdeckt", die plötzlich wieder zu persönlichen Posts zurückgekehrt sind. Das habe ich noch nicht wirklich als Entwicklung betrachtet, da ich eben nur bei ein, zwei Blogs bemerkt habe. Aber dennoch ist es toll!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Liebe Nicole,
    ich kann dich gut verstehen. Manchmal hat man in der Bloggerwelt das Gefühl, es soll immer nur höher-schneller-weiter gehen. Solche Phasen hatte ich auch schon. Da hilft es, sich darauf zu besinnen, weshalb man das macht. Und dast ist bei mir: aus Spaß an der Freude. ;-) Aus Freude am Schreiben und aus Freunde am Austausch mit anderen. NICHT, um: Geld zu verdienen / die Statistik hochzutreiben / mich toll darzustellen / berühmt zu werden. Daher habe ich irgendwann alle Überlegungen zum Thema Marketing, Mehrwert, Professionalität, "Solche Bilder kannst du doch nicht zeigen", "Wo ist deine Nische?" und Co. über Bord geworfen und blogge jetzt wieder ähnlich wie zu Beginn: immer der Nase nach. ;-)

    Ich wünsche dir, dass auch du das schaffst, denn: Es macht doch einfach Spaß! Ich lese gern bei dir mit, weil ich mich in vielen Beiträgen wiederfinde und mir dein Schreibstil gefällt. Mehrwert ist also offensichtlich vorhanden, sonst käme ich nicht wieder. Dazu braucht es keine spektakulären Anleitungen oder marketingkompatiblen Ziele. Das Ziel eines Blogs sollte es sein, damit Spaß zu haben. Denn es ist ein Hobby (für die meisten von uns) und kein Beruf.

    Mach weiter wie bisher, ich freue mich - auf Berichte von den kleinen Pelzigen, von euren Ausflügen (Esel!!! Hach), und vielem mehr!

    Liebe Grüße
    Nele

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    1. Liebe Nele,

      vielen lieben Dank für Dein Kommentar und Dein wunderschönes Kompliment. :-)

      Vielleicht war es für mich an der Zeit, eine solche "Minikrise" zu durchleben. Bis dato bin ich immer sehr naiv ans Bloggen gegangen und habe mir nicht viele Gedanken gemacht. Dennoch habe ich am Rande all diese "Überlegungen" mitbekommen, mich damit aber nie auseinandergesetzt.
      Aber das habe ich jetzt und gemerkt, dass meine vermeintliche Naiviät im Grunde eher eine Einstellung ist. Ich möchte mir einfach solche Gedanken um steigende Leserzahlen und Co. nicht machen müssen. Das bedeutet nicht, dass mir meine Leser egal sind. Das Gegenteil ist der Fall. Aber ich möchte mich nicht ändern müssen, möchte keine "andere Version" von mir selbst werden, nur damit ich mehr Leser bekomme. Das ist nicht mein Weg, das habe ich erkannt. Und das ist gut so.

      Ich bin aber auch davon überzeugt bzw. ich sehe auch, dass "erfolgreich" sein nicht zwangsläufig mit "sich verbiegen" einhergeht. Das wollte ich damit auch gar nicht sagen. Ich lese viele "erfolgreiche" Blogs (mit tausenden von Lesern), die auf mich total authentisch wirken und ich den Blogger dahinter immer noch erkenne. Aber leider ist das eher eine Seltenheit, was ich sehr schade finde. Mit und mit klingen die Texte weniger nach Spaß, eher nach Anstrengung und das trotz des gesteigerten Mehrwerts. Der ist mir dann aber total egal (Werbung interessiert mich eh wenig); mich macht das dann traurig und führt dazu, dass ich den Blog nicht mehr lesen möchte.

      Ich folge auf jeden Fall viel lieber Deinem Rat: "immer der Nase nach". ;-)))

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Liebe Nicole,

    Dein Beitrag hätte meiner sein können, aber den würde ich nicht schreiben können, weil die "lieben" Nachbarn mitlesen.
    Sie sind auch ein Teil meiner momentanen Blogkrise. Obwohl ich nichts schreibe, über das ich nicht auch mit jedem auf der Straße sprechen würde, nichts über sehr privates, über Krankheiten, Religion, Politik oder sonstigen diskussionswürdigen Themen. Aber das ist ein Thema für sich und einfach nur ärgerlich.

    Mein Blog war und wird auch immer privat bleiben. Auch wenn mich mindestens zweimal die Woche Kooperationsanfragen erreichen. Mich nervt das einfach. Ich möchte nicht eine von vielen sein sondern einzigartig.

    Als ich in den Schwarzwald zog und meinen geliebten Bayerischen Wald hinter mir lassen musste, da hatte ich auch eine Identitätskrise mit meinem Blog. Ich hatte es ein paar Monate verlassen und ein neues aufgemacht, weil ich mehr Anerkennung brauchte. Ich habe dann auch mehr angepasst geschrieben, über Themen, über die alle schreiben, ich wollte dazugehören. Aber letztendlich war mir das zu anstrengend und ich war nicht mehr ich und ich bin zu meinem Blog zurückgekehrt.
    Ich denke, Veränderungen im Leben 1.0 ziehen auch Veränderungen in 2.0 nach sich. Nur dauert die Umsetzung dort länger.

    Wie Nele über ihre Überlegungen schreibt, habe ich auch viele Blogs gelesen, wie man besser bloggt, Leser bekommt etc. pp. Aber ich möchte keine Artikel auf Kommando schreiben, ich möchte auch keine Artikel wie "10 Dinge die du tun musst ...". Das langweilt mich. Das sind ja angeblich die meistgelenenen Artikel in der Bloggerwelt, aber ich mag sie nicht.

    Ich las auch einmal ein Blog, dass Hunderte von Lesern hatte und zig Kommentare. Die Bloggerin hatte das Blog zugemacht, weil sie der Meinung war, zu wenige Leser zu erreichen. Ja, was denn noch, dachte ich nur. Für mich war das ein sehr erfolgreiches Blog.

    Aber ich kann Deine Gedanken durchaus verstehen. Ich hadere ja auch immer noch mit mir (Thema längere Auszeit) und suche nach meinem Weg.

    Ich mag Deinen Blog sehr, eben weil er so ist wie er ist. Weil er aus Deinem Leben erzählt und ich immer wieder etwas Lesenswertes bei Dir finde. Und ich hoffe sehr, dass Du nicht einfach verschwindest.

    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Liebe Vera,

      vielen lieben Dank für Dein Kommentar und keine Sorge, ich werde nicht einfach verschwinden. ;-)

      Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass das Thema so viele betrifft. Ebenso wenig war mir bewusst, dass ich mit meinem Post vielleicht Leser/Nachbarn "verprellen" könnte, weil ihnen nicht gefällt, was sie lesen. Dabei war es nie meine Absicht oder mein Ziel, jemand anderem zu sagen, dass sein Weg falsch ist. Jeder geht den Weg, den er gehen möchte.

      Ob jemand Werbung auf seinem Blog macht oder schaltet oder ausgeklügelte Marketingstrategien verfolgt oder mit seinem Blog unbedingt erfolgreich sein will - all' das ist mir total egal, wenn der Blog dennoch lesenswert ist. Aber wenn ich anhand der Postings merke, dass es nur noch um all' dies geht und darum, möglichst viele Follower zu haben (aber auf kein einziges Kommentar mehr antwortet), um den eigenen Marktwert zu steigern, oder die Postings austauschbar werden, weil ja alle gerade das gleiche Produkt bewerben oder das gleiche "hippe" Thema auf die gleiche Weise verarbeiten, dann lese ich den Blog nicht mehr.

      Und genau das möchte ich für mich alles nicht. Daher war es im Nachhinein gut, diese "Minikrise" durchlebt zu habe.

      Und zu der Beliebtheit der "10 Dinge, die Du..."-Posts: Vielleicht sollten wir es machen wie Kurt Tucholsky mit seinen "Ratschläge[n] für einen schlechten Redner" und mal genau so einen Post schreiben. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  6. Liebe Nicole,
    folge einfach deinem Herzen! Du machst es genau richtig, denn dein Blog ist authentisch und das gefällt mir sehr. Also mach weiter wie bisher.
    Herzlichst Ulla

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    1. Liebe Ulla,

      herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Sie bedeuten mir viel!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  7. Ich kann mich all den lieben Kommentaren auch nur anschliessen Nicoe. Folge Deinem Herzen, mach es so und genauso wie es Dir Spaß macht und nicht anders.Authentisch bleiben, das macht für mich einen Blog aus den ich gerne lese. Ich bin schon vielen entfolgt wo ich dachte "och nö, nicht schon wieder so ein Post" (weil den gerade alle posten) Ich kann auch mittlerweile diese ganzen Sponsored Posts nicht mehr ertragen. Diese ganzen Werbungen nerven einfach nur noch. Ich hab auch viele Kooperationsanfragen und ich lehne allegrundsätzlich ab, da ich das nicht bin. Wenn ich etwas mag blogge ich eh darüber, aber ich möchte nicht bloggen MÜSSEN.

    Warum grosse Blogs ihren schliessen obwohl sie eine grosse Leserschaft haben ist mir schleierhaft. Manche wollen eben immer höher und weiter und sind mit nichts zufrieden, das ist aber alles eine Sache der Einstellung.
    Natürlich freut sich jeder der bloggt über Kommentare, alles andere wäre gelogen, aber die Masse muss ich nicht haben, echt nicht.
    Ich denke schon alleine durch die Masse wird der Druck auch enorm groß und vielleicht entsteht dann auch dadurch die eigene Unzufriedenheit.

    Solche Krisen hatte ich schon mehrmals aber die waren dann auch schnell wieder weg. HEy, das sind unsere Babys und wir lieben unsere Babys bzw unser www-heim. Die, die Dich und Deine Posts mögen kommen immer wieder und die anderen eben nicht, So what.

    Sorry falls es etwas durcheinnder ist, mit dem Handy kommentieren ist immer schwierig aber ich musste doch meinen Salmon dazu loswerden....
    Fazit: Bleib wie DU bist, ich bleibe sowieso als Leserin. Sei lieb gegrüsst, Nina

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    1. Liebe Nina,

      vielen lieben Dank für Dein Kommentar und Deine aufbauenden Worte. "Dem Herzen folgen" - genau das möchte ich. :-)

      Ich bin ganz baff, dass der Post solch' eine Resonanz bekommen hat. All' die Kommentare und Emails zeigen mir, dass ich nicht alleine mit diesem "Problem" bin, was irgendwie beruhigend ist.

      Ich wollte mit dem Post einfach nur meine eigene Entwicklung aufzeigen und sicherlich niemanden verurteilen. Mir ist egal, was andere machen oder nicht machen. Jeder geht seinen eigenen Weg: Wenn sich jemand dafür entschieden hat, Marketingstrategien und Co. in den Mittelpunkt zu stellen und das Ziel hat, möglichst viele Leser zu bekommen, dann ist das so.
      Ich habe auch grundsätzlich kein Problem mit gesponsorten Posts oder Werbung. Mir ist das total egal, solange ich noch das Gefühl habe, das der Blogger wirklich authentisch ist und der Blog nicht nur noch aus ebensolchen Posts besteht. Die persönliche Note darf für mich in keinem Falle fehlen. Tut sie es doch, lese ich ihn nicht mehr.

      Ich lese einige Blogs, die mehr oder minder sehr erfolgreich sind, und auch gesponsorte Posts veröffentlichen. Aber bei diesen Blogs habe ich nicht das Gefühl, dass der Blogger dahinter "verlorengegangen" ist. Und das ist der Grund, warum ich sie noch lese.

      Ein guter Blog ist für mich einer, bei dem ich das Gefühl habe, eine Freundin zu besuchen und sie erzählt mir etwas aus ihrem Leben. Wenn sie mir mal Tipps für eine tolle Butter oder einen tollen Lippenstift gibt, ist das super. Aber wenn mein Besuch bei ihr sich anfühlt wie das Schauen bei einem Shoppingsenders, dann gehe ich nicht mehr hin. Ich besuche meine Freundin, nicht eine Werbeveranstaltung.

      Aber ich habe für mich gemerkt, dass ich mich mit solchen Strategien und Co. nicht beschäftigen möchte. Das ist nicht mein Weg. Ich freue mich über jeden neuen Leser wie verrückt, aber ich möchte mich nicht nur darauf konzentrieren, was ich posten muss, um möglichst viele Leser zu bekommen.

      Kurzum: Wir sind uns wieder einmal sehr ähnlich! ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  8. Liebe Nicole,
    schön, dass Du nach der Auszeit wieder zum Bloggen gefunden hast! Wir lesen deinen Blog sehr gerne und sind sehr froh, dass Du eine positive Erkenntnis daraus gefunden hast :o)
    Liebste Grüße
    Kerstin B.

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    1. Liebe Kerstin,

      herzlichen Dank für Dein Kommentar. Mir bedeutet es viel, dass Ihr beide StreifenLiebe mögt und dass Ihr gerne zu Besuch kommt. Das macht mich glücklich.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  9. Liebe Nicole,

    ja, manchmal liegt die Lösung direkt vor einem... man muss sie nur sehen. Schön, dass es Dir gut geht und noch schöner, dass Du wieder da bist! Ich hab Dich vermisst! Liebe Grüße, Nina

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    1. Liebe Nina,

      dankeschön für Deine wunderbaren Worte. Fühl' Dich ganz fest gedrückt!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  10. Liebe Nicole,

    ich kann Dich so gut verstehen. Ich habe meinen Blog ja nun schon ganz schön lang und auch ich hatte eine Zeit, wo ich mich aus meinem Bloggerleben zurückgezogen habe. Diese Auszeit hat mir sehr gut getan (ja, ich habe ganz schön lange gebraucht), aber irgenwann war der Wunsch wieder da, zu bloggen und die Menschen, die es interessiert, an meinem Leben ein Stück weit teilhaben zu lassen. Zu dieser Zeit standen andere Dinge im Vordergrund und ich brauchte einfach diese Auszeit. Irgendwann aber erinnerte ich mich an meinen Blog, was er mir bringt und mir bedeutet und nun blogge ich schon seit einiger Zeit wieder. Es ist wieder richtig schön und ich habe sehr viel Spaß daran. Und ich werde mich hüten, irgendwelche Leserzahlen erreichen zu wollen. Wozu auch? Ich habe schon etliche richtig schöne Blogs und die dahinter steckenden richtig netten Menschen kennenlernen dürfen und mir geht es sehr gut dabei - denn in erster Linie blogge ich für mich selbst und erwische mich immer wieder dabei, wie ich im Blog herum stöbere und immer wieder Erinnerungen wach werden, die im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten sind.

    Ich freue mich, dass Du Dich wieder für Deinen Blog entschieden hast - wenn es sich für Dich gut anfühlt, dann machst Du alles richtig.

    Ganz liebe Grüße,
    Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,

      herzlichen Dank für Dein Kommentar. Deinen Gedanken, "wenn es sich für Dich gut anfühlt, dann machst Du alles richtig", finde ich fabelhaft und "übernehme" in sehr, sehr gerne.

      Ich mache es genau wie Du: Auch ich stöbere dann und wann in alten Posts und erinnere mich an die schönen Zeiten oder sehe z.B. die Fortschritte bei einer BUGfixing-Übung. Das ist toll! Und das ist ja auch ein Grund für meinen Blog: meine persönliche Erinnerungsschatzkiste, die ich mit anderen teile. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  11. Zunächst mal: schön, wieder von dir zu lesen... so wie du das Schreiben vermisst habe, habe ich (haben wir...) das Lesen bei Dir vermisst... und wenn ich dich dann nicht so vermissen würde, würde ich sagen: mach öfter mal ne Pause... wenn DAS dabei herauskommt... ein toller, ehrlicher, offener Text - und traumhaft schöne Bilder!!

    Erinnerst du dich, dass es mir auch so ging? Und an deine Worte an mich... ich kenne diese Zweifel... diese Überlegung... dieses "boah, wie wichtig nehme ich mich denn, dass ich über mein "kleines unbedeutendes Leben" blogge... aber: unsere Leben sind weder klein, noch unbedeutend! Sie sind "unsere Welt" - mit Höhen und Tiefen... und ob ich nun 5 Leser und 5000 habe... wen interessiert es? Ich freue mich über 3 Kommentare mehr als über 30 "klicks"... aber ein "gefällt mir" von jemanden, von dem ich weiß, dass er selber unglaublich viel um die Ohren hat, heisst: diejenige hat sich Zeit genommen, meine Zeilen zu lesen... Zeit, an meinem Leben teilzunehmen... und auch wenn wir uns nicht kennen: es ist doch eine Art von Freundschaft... und es ist nicht, das was zählt: füreinander da sein... miteinander lachen, weinen, schimpfen (wenn es denn sein muss).

    Ich hoffe sehr, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren... danke, dass es dich gibt!

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    1. Liebe Marion,

      herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Sie bedeuten mir viel! Ich bin noch ganz sprachlos, daher einfach nur: Danke, dass es DICH gibt! ♥

      Liebe Grüße
      Nicole

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  12. Liebe Nicole,

    Ach, du bist so ein Herzmensch. ♥ Ich finde es ganz wunderbar, dass du dir einfach mal deine Auszeit nimmst, auch um zu schauen, wie es weiter gehen soll.
    Veränderung ist ein schwieriges Thema bei mir, aber zur Zeit hole ich etwas verspätet den Frühjahrsputz nach, trenne mich von Sachen und schaffe Platz für Neues oder auch einfach nur für Bestehendes. Auch auf dem Blog, denn für mich ist ebenfalls klar: Ich möchte keinen kommerziellen Blog betreiben. Ich nehme also auch nicht jede Kooperationsanfrage an, nur weil es vielleicht einen kleinen Vorteil für mich birgt.
    Dein Blog ist nach wie vor eine große Inspirationsquelle für mich und auch ein Stückchen Wohlfühl-Oase. Ich lese so gerne deine Beiträge und hoffe, dass wir uns ganz bald auch mal persönlich kennen lernen. Vielleicht wird es für mich auch Zeit, mir mal eine kleine Auszeit zu nehmen. Vor allem das Lesen von Blogs ist in den letzten Wochen irgendwie viel zu kurz gekommen (vom Kommentieren ganz zu schweigen!).

    Liebe Grüße
    Nika

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    1. Liebe Nika,

      herzlichen Dank für Dein Kommentar und die wunderschönen Komplimente. Das bedeutet mir sehr, sehr viel! Dass Du StreifenLiebe als "ein Stückchen Wohlfühl-Oase" beschreibst, macht mich stolz, denn genau das erhoffe ich mir für meine Leser.

      Nochmals: Herzlichen Dank!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  13. Du Liebe! Da ist man mal kurz im Urlaub und dann so was! Wie gut, dass du rechtzeitig über die selbst lachen konntest und dich auf deine Wünsche/Ziele/Prioriäten zurück besonnen hast :-* Mir würd nämlich ganz schön was fehlen, wenn es Streifenliebe nicht mehr gäbe, jaha!
    Und ich finds gut und richtig, dass du dir eine Auszeit für dich genommen hast! Uns passiert es leider immer wieder, dass wir uns selbst aus den Augen verlieren und andere bzw. deren Belange für "wichtiger" anschauen, als unsere eigenen... Das ist gar nicht so einfach und ich übe da auch noch fleißig dran...
    Fühl dich mal kurz gedrückt!
    Ganz liebe Grüße!
    Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      herzlichen Dank für Dein Kommentar und das wunderbare Kompliment. Mir würde StreifenLiebe auch sehr fehlen, der Blog ist schließlich mein zweites Zuhause geworden und ich hänge an meinem Besuch. ;-) Aber es war (vieleicht) mal wichtig, eine kleine Krise durchzumachen, um meinen Fokus wieder neu auszurichten.

      Es ist in der Tat schwer, sich selbst bei all' dem Trubel (namens Leben) nicht aus den Augen zu verlieren. Auch ich arbeite daran. Aber wir schaffen das!

      Liebe Grüße
      Nicole

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