16. April 2015

Hallo! Da bin ich wieder...

Entspannt und ausgeruht melde ich mich zurück aus meinem kleinen Osterurlaub. Der "Urlaub" (eher eine kleine Auszeit) war schön, ich habe ihn sehr genossen und gemerkt, wie sehr ich ihn brauchte (aus diesem Grund habe ich ihn auch spontan etwas verlängert)...

Es hat so gut getan, einfach mal die Seele baumeln lassen, an nichts denken müssen, einfach in den Tag hineinleben und spontan etwas unternehmen oder einfach die Zeit zuhause genießen. Kurzum: Es sich einfach gut gehen lassen. All das haben wir gemacht und es war wunderbar.

Ich hab' die Auszeit auch genutzt,  um ein wenig auszumisten. Das mag jetzt für den ein oder anderen nicht nach Erholung klingen, aber mich entspannt das t-o-t-a-l. Kleiderschrank, Sideboards (vor allem das Sideboard mit den ganzen Dekosachen hatte es dringend nötig!) und die Küche wurden großzügig ausgemistet. Und da ich schon einmal dabei war, habe ich auch gleich meine Blogreader "entschlackt". Das war besonders befreiend und wohltuend.

In den letzten Wochen habe nämlich bemerkt, dass ich mich mehr und mehr zurückzog aus dem WWW und meine Blogreader (mehr oder weniger) gekonnt ignorierte. Ich erwischte ich mich oft dabei, dass ich beim Lesen mancher Blogs einen Kloß im Hals hatte und dass sich langsam Frustation in mir breitmachte. Auch meinem Helden fiel das mehr und mehr auf, sodass es Zeit war, einfach mal auszumisten.
Alle Blogs, bei denen ich mich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr wohlfühle, habe ich konsequent aus meinen Blogreadern gelöscht. Ich mag Blogs, die Herz haben. Und damit meine ich nicht zwangsläufig die kleinen, "privaten & persönlichen" Blogs, sondern eben auch die "großen" Blogs; ich unterscheide hier nicht. Mir ist vollkommen egal, ob ein Blog 10 Leser oder 10.000 Leser hat - solange ich das "Herz" spüre, lese ich den Blog auch weiterhin.

Das Schöne am Ausmisten ist: Ich habe immer das Gefühl, dass das Ausmisten von Schubladen, Kleiderschränken und Co. auch meinen Kopf entrümpelt und wieder Platz für neue Gedanken da ist. Vom dem ganzen unnötigen Ballast befreit, fühlt sich mein Kopf und auch meine Seele deutlich befreiter. Kurzum:



Kennt Ihr das? Geht Euch das auch so?

Auch hier auf StreifenLiebe habe ich im Zuge der kleinen Designänderung (HIER) ein wenig aufgeräumt und mir sind ein paar Sachen aufgefallen. Manches davon hat mich zu neuen Posts inspiriert und anderes hat mir gezeigt, was mir hier auf StreifenLiebe wirklich wichtig ist. Und ich habe die "Lost Files" gefunden! So nenne ich jetzt einfach mal die Posts, die in meinem Entwürfeordner verschollen waren und die ich in den kommenden Wochen veröffentlichen möchte wie bspw. ein BUGfixing-Post über mein Leben als Apfel (falls jetzt jemand denken sollte "Hä? Apfel? Wie jetzt?", keine Sorge, ich leider nicht unter einer Identitätsstörung, der Apfel ist eine Art Metapher). 


Sobald das Wetter schön war (also es nicht regnete), zog es uns nach draußen. Wir haben die freie Natur genossen, sind stundenlang spazieren gegangen, haben über "Gott und die Welt" gesprochen und uns einfach darüber gefreut, dass nun langsam doch so richtig Frühling wird.



Zufällig habe ich auf einem unserer Ausflüge auch meinen neuen Lieblingsplatz entdeckt (Bild oben). Eine kleine Lichtung am Waldrand. Man hat einen wunderbaren Blick über einen kleinen Teil von Aachen und kann sogar bis Holland sehen. Dort oben ist es so idyllisch, dass mich selbst der Anblick unseres Mutterschiffes (aka Aachener Klinikum) kaum störte.
Das Landschaftspanorama erinnert mich irgendwie an (den fiktiven Ort) Midsomer und ich fühlte mich auch schon ein wenig wie in einer Inspector Barnaby-Folge, nur halt ohne seltsame Landbewohner, die fast alle ein schreckliches Geheimnis hüten, und den obligatorischen Kriminalfall.


Dieses Bild ist ein Schnappschuss des Helden, der offenbar festhalten wollte, wie (merkwürdig) ich mich mitunter im Wald bewege. Und in der Tat, ich muss zugeben: Ich mache immer seltsame Bewegungen mit meinen Händen und Armen und es sieht aus, als würde ich mich leicht tänzelnd fortbewegen. Das mache ich, weil ich glücklich bin und scheinbar drückt mein Körper Glück in seltsamen (und mitunter lustigen) Bewegungen aus. So bin ich eben (aber nur im Wald, ehrlich!).
Nebenbei bemerkt: Die "offizielle" Begründung für das, was ich gerade da auf dem Bild mit meinen Armen mache, lautet: Ich versuche die Balance auf dem steilen Abhang zu halten. Zumindest habe ich das dem Helden gesagt, als er mir das Bild zeigte. Klingt doch schon viel weniger seltsam, oder?!

Und falls Ihr Euch gerade fragen solltet, warum ich mit einer großen Handtasche in den Wald gehe (schließlich braucht man da weder Geld noch Spiegel oder Kalender oder was man halt sonst so in der Tasche hat), dann lasst Euch sagen, die Antwort ist denkbar einfach. Wir wollten an diesem Tag eigentlich "meine" geliebten Esel besuchen und da brauche ich meine Tasche, Stichwort: Leckerchen (d.h. Geld, um Leckerchen für die Tiere kaufen zu können, die man füttern darf, und viel Leckerchen und Getränke für mich, beides benötige ich, wenn ich stundenlang vor meinen Eseln sitze und sie bewundere, da bekomme ich nämlich schon mal Hunger und Durst).
Und obwohl wir auch schon vor Ort waren, haben wir den Tierpark nicht betreten. Aus einem einfachen Grund: Schulferien. Anders ausgedrückt: Es war viel zu voll. Ich hätte also nur dann mit den Eseln in Ruhe Zeit verbringen können, wenn ich die Kinderhorden vorher mit einem geschickten Manöver ausgetrickst hätte, um sie von den Eseln wegzulocken (z.B. ein Eiswagen mit Gratiseis oder ein verrückter Clown). Und da mir ein solches Manöver in dem Moment nicht eingefallen ist, haben wir uns spontan entschlossen, in den Wald zu gehen. Und so kam es dann, dass ich mit einer großen Handtasche im Wald war. Glaubt mir: Sie störte und ein wenig seltsam kam ich mir auch vor.


Das war sie also: meine kleine Auszeit. Schön war's! Aber jetzt ist es auch richtig schön, wieder hier zu sein, denn StreifenLiebe und Ihr da draußen habt mir gefehlt.




Kommentare so far

  1. Schön, dass du wieder da bist! :)
    Das erste Bild, mit dem Magnolien(?)baum ist so, so, so wunderschön - hach *_* Deine Auszeit klingt wunderbar, ich miste auch gerne aus wenn ich Zeit habe. Wie du schreibst: das räumt auch die Seele auf. Ich miste sogar meinen Facebookaccount aus, was soll ich nämlich mit Freunden, die ich einmal im Leben gesehen habe und zu denen ich keinerlei Kontakt mehr habe?! :)

    Ich freu mich schon auf weitere Posts von dir :)
    Liebst ♥
    Alex

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    1. Ich freu' mich auch! ;-)

      Danke für das Kompliment! Mir gefällt der "was-auch-immer"-Baum auch sehr, davon stehen gleich zwei vor unserem Dom.

      Schön, dass Du das mit dem Ausmisten auch so empfindest - es hat wirklich etwas sehr Befreiendes. Und mit den Facebook-"Freunden" gebe ich Dir vollkommen recht, sowas braucht doch keiner.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Willkommen zurück! Es klingt alles sehr sinnvoll, was du schreibst. Meine Blog-Leseliste könnte auch mal wieder eine Frischzellenkur vertragen. Viele klicke ich nur an und lese dann gar nicht wirklich. Das ist doch Zeit- und Nervenverschwendung!
    Die Fotos und die Geschichte aus dem Wald finde ich übrigens auch ganz super! :-)
    Liebe Grüße
    Nele

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    1. Liebe Nele,

      dankeschön! Freut mich sehr, dass Dir die Fotos aus'em Wald (die vier hat der Held gemacht, ich war ja anderweitig beschäftigt ;-) und die Geschichte gefällt. :-)

      Und ich gebe Dir absolut recht: Das reine Zeit- und Nervenverschwendung. Ich mag das nicht mehr! Ich möchte mich auf die Blogs konzentrieren, die mir wirklich wichtig sind und die ich mit großer Freude lese.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Schön, dass Du wieder da bist und dann gleich mit meinen Lieblingen, den Magnolien. Wunderschöne Aufnahme. Hach! Die Blog-Ausmisterei, sowie daheim für "Freiheit sorgen" mache ich auch regelmäßig. Weg mit dem Ballast. Warum soll man sich damit belasten. Richtig so!
    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße Nina

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    1. Schön, dass ich Dir mit dem Bild eine Freude machen konnte. Zwei davon stehen vor unserem Dom, beide wunderschön. Direkt daneben ist mein Lieblingseiscafe; dort könnte ich stundenlang sitzen und die Bäume ansehen.

      Ja! Weg mit dem Ballast! Ich fühl' mich jetzt deutlich besser.

      Wünsche Dir auch ein wunderschönes Wochenende.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Hach, das klingt echt gut bei dir! So Auszeiten und Entrümpelungen tun echt immer gut!
    Ich hab das über Ostern auch sehr gut gemerkt, als ich mit Mina am Rhein war: einfach in den Tag hinein leben und genau auf den Rythmus hören, den der Körper einem vorgibt. Herrlich! Leider schaff ich das daheim irgendwie nicht so richtig... Da arbeite ich aber dran ;-)
    Ich habe die letzten Tage auch kaum irgendwo was gelesen und kam deshalb gerade erst zu deinem Dankbarkeitstext: toll! Wirklich toll! Danke für deine schönen Worte!
    Ich wünsche dir einen ruhigen Start ins Wochenende!
    Liebe Grüße!
    Frauke

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    1. Im "normalen" Alltag schaffe ich das leider auch nicht immer, da bin ich zu sehr im "Das-muss-ich-noch-schnell-erledigen"-Modus. Aber ich schaffe mir kleine Zeitinseln, damit ich etwas "entschleunige" und auf meinen Körper höre. Klappt meist gut. ;-)

      Freut mich wirklich sehr, dass Dir mein Dankbarkeitstext gefallen hat. :-) Ich habe ihn auch sehr, sehr gerne geschrieben.

      Wünsche Dir & Mina ein wunderschönes Wochenende!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Man braucht absolut keine Begründung oder Erklärung, warum man mit einer großen Tasche in den Wald geht. Die Tasche (egal, welche) ist eine Erweiterung von uns, da ist es ganz natürlich, daß sie überall dabei ist.

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    1. Ja, meine Tasche ist schon eine Erweiterung von mir, aber für den Wald war sie mir doch zu groß. Da habe ich meist nur eine kleine Umhängetasche dabei und da sind dann nur Wasser, TicTacs und Taschentücher drin. Mehr brauche ich im Wald nicht. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  6. Schön bist du wieder da!! Solche Ruhepausen braucht es einfach zwischendurch. Und das mit dem Ausmisten kenne ich nur zu gut. Mir geht es danach auch immer viel besser :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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    1. Du hast sooo recht: Solche Ruhepausen sind wirklich wichtig. Mit ein wenig Abstand sieht man so einiges klarer. Das ist ein gutes Gefühl. :-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  7. Wunderbar - mal wieder aus meiner Seele gesprochen... im Alltag "funktioniert" man... im Urlaub einfach mal sich treiben lassen... durchatmen... und tun, worauf man Lust hast... klasse!! Das Magnolienbild ist wirklich ein Traum... und wunderbar und vielen Dank an deinen Helden, der dich beim "Tänzeln" fotografiert hat... ausmisten - klingt nach einem guten Plan... müsste - sollte - könnte ich auch mal wieder... tausend Ideen im Kopf - vielleicht sollte ich da mit dem Ausmisten anfangen??

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    1. Hach Marion, Deine Worte machen mich immer so glücklich! Ich kann noch nicht mal genau sagen, warum es so ist. Es ist einfach so! ;-)

      Hihi, dass Euch allen das Magnolienbild so gefällt, macht mich total glücklich, denn es war ein richtiges Schnappschuss im Vorbeigehen mit meinem Smartphone. Dass es so gut geworden ist, damit habe ich gar nicht gerechnet.

      Liebe Grüße
      Nicole

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