28. März 2015

Bloggerfreundschaften #7

Heute stellt sich Vera von Alltag mal anders in meiner kleinen Reihe Bloggerfreundschaften vor. Und gleichzeitig ist dies der letzte Post der Reihe. Einerseits bin sehr glücklich, dass meine lieben Bloggerfreunde bei der Reihe mitgemacht haben und Euch die Reihe so gut gefallen hat. Anderseits bin ich heute auch ein wenig traurig, dass sie nun mit Veras Interview ein Ende findet.

Mein herzlicher Dank gilt all' meinen lieben Bloggerfreunden, die sich hier in meiner kleinen Reihe vorgestellt haben. Ihr seid die Besten! Und nun bin ich endlich still und lasse Vera zu Wort kommen. Viel Spaß mit dem Interview. 



Erzähl‘ uns ein bisschen über Dich. Was machst Du, wenn Du nicht bloggst? Was macht Dich glücklich?

Wenn ich nicht blogge, fotografiere und schreibe ich gerne, ich lese viel, arbeite im Garten, werkele in meiner Werkstatt oder bin mit dem Hund in der Natur unterwegs. Mit meinem Liebsten gehe ich am Wochenende auf Schatzsuche (Geocaching) oder wir fahren irgendwohin, wo es schön ist. Ich mag gerne alte Städte ansehen, das ist auch so etwas wie Schatzsuche: Die Suche nach schönen Fotomotiven. Nicht zu vergessen ist das Genießen unseres Zuhauses mit Hund und drei Katern. In der kalten Jahreszeit den Kachelofen anfeuern, heißen Tee trinken, Schokolade naschen, gemütlich auf der Couch sitzen, lesen und die Tiere kraulen, das macht mich sehr glücklich.

Was bedeutet „Bloggerfreundschaft“ für Dich?

Bloggerfreundschaften sind schon etwas Besonderes. Ich treffe auf Menschen, die ähnlich gestrickt sind wie ich. Sei es durch gemeinsame Interessen, ähnliche Denkweisen oder Charakterzüge. Leider wohnen sie allesamt weit entfernt und ein reales Kennenlernen wird es vielleicht nie geben. Trotzdem finde ich es schön, dass es sie gibt und ich an ihrem Leben teilhaben darf.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Gab es einen speziellen Anlass, einen besonderen Grund?

Zum Bloggen bin ich erst spät gekommen. Mein erstes Blog hatte ich für meine Texte gemacht, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das war schon ein großer Schritt, den ich mir monatelang überlegt hatte. Irgendwann folgte dann ein richtiges Blog. Ich wollte dort alles festhalten, was ich erlebte, was mich bewegte, meine kleinen Glücksmomente des Alltags. 

Wie würdest Du Deinen Blog beschreiben? Über welche Themen bloggst Du?

Mein Blog ist wie ein Tante-Emma-Laden. Er folgt keiner bestimmten Linie. Was immer ich für erzählens- und zeigenswert halte, verblogge ich zu einem Beitrag. Da das im Laufe der Zeit ziemlich viel und unübersichtlich wurde, habe ich den Großteil wie das Schreiben, Fotografieren und Werkeln in andere Blogs ausgelagert. Nicht dass Alltag mal anders frei von diesen Themen ist. Aber er wäre mir zu vollgefüllt, wenn ich alles, was ich mache, in einem Blog zeigen würde. Es bleibt trotzdem noch genügend übrig. Da gibt es den Garten, Reisen, Geocaching, Kreatives, meine Tiere, 30-Tage- und 365-Tage-Projekte und vieles mehr.


Was ist Dir bei Deinem eigenen Blog und auch bei Blogs, die Du gerne liest, besonders wichtig?

Wichtig ist mir die Glaubwürdigkeit eines Blogs und seines Schreibers. Ich möchte auch gerne wissen, wer da schreibt. Auf Blogs, wo ich nicht einmal weiß, ob dort ein Männlein oder Weiblein schreibt, halte ich mich nicht lange auf. Im wahren Leben würde ich mich auch nicht mit einem Menschen unterhalten, der eine Maske trägt. Darum habe ich von Anbeginn meines Bloggens ein Foto von mir und eine Über mich-Seite auf meinem Blog. Die schaue ich mir auch gerne auf anderen Blogs an.

Wichtig ist mir auch eine angenehme Schriftart. Es gibt ganz tolle Schriften, ohne Frage, aber wenn ich die nicht auf Anhieb lesen kann, dann bin ich schnell wieder weg. Auch einen dunklen Hintergrund und viel BlingBling mag ich auf einem Blog nicht. Ganz schlimm finde ich es allerdings, wenn Musik ertönt, wenn ich auf ein Blog komme. Wenn es mich gleich vor Schreck vom Stuhl haut, weil ich nicht damit rechne, dann klicke ich das Blog sofort wieder weg. Das ist ganz egal, ob das Blog toll ist oder nicht und das finde ich sehr schade.

Hat das Bloggen Dein Leben in irgendeiner Form verändert?

Oh ja, sehr sogar. Durch das Bloggen fotografiere ich mehr als vorher. Okay, das hat natürlich auch damit zu tun, dass es die digitale Fotografie überhaupt gibt. Das macht es viel einfacher Fotos zu machen und sie wieder zu löschen, wenn sie nicht gefallen.
Ich lese viele Blogs, lasse mich inspirieren und nehme an Fotoaktionen teil, deren Bilder ich auf meinem FotoBlog zeige. Das hat mein Leben enorm bereichert. Überhaupt die vielen Dinge die ich sehen, lesen und selbst ausprobieren kann. Ich bekomme immer wieder neue Ideen, die ich durchs Bloggen nicht so leicht bekäme.
Die größte Veränderung ist allerdings, dass ich übers Bloggen meinen Mann kennengelernt habe und vom Bayerischen Wald in den Schwarzwald gezogen bin, wo wir uns ein Häuschen am Waldrand gebaut haben. Ohne meinen Blog hätten wir uns nie kennengelernt.

Wie findest Du Ideen für Deinen Blog? Was inspiriert Dich?

Die Ideen kommen zu mir, da muss ich nicht lange suchen. Die besten Ideen habe ich unter der Dusche. Aber auch wenn ich unterwegs bin, fallen mir Themen ein, über die ich schreiben kann. Oder wenn ich in anderen Blogs stöbere, in Zeitschriften lese oder einen Film anschaue. Ideen gibt es genügend, aber ich schreibe letztendlich nicht über alles. Jedenfalls nicht für meinen Blog.  

Erzähl‘ uns doch ein bisschen über Deine Art zu bloggen: Bloggst Du nach Plan oder eher spontan?

Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, meine Blogposts zu planen. Da ich mehrere Blogs habe, würde das meinem Arbeiten mehr Struktur geben. Bisher landete immer alles auf einem Block, der auf meinem Schreibtisch liegt oder auf Zetteln. Chaotisch. Oder kreativ. Das kommt auf die Sichtweise an.
Ich habe mir eigens einen Blogplaner erstellt, der leider noch immer auf der letzten Januarwoche aufgeschlagen auf dem Tisch liegt. Mein Plan eines Planes hat also nicht funktioniert. Das Problem ist ganz einfach: Ich blogge spontan. Ich schreibe mir manche Themen zwar auf, um sie nicht zu vergessen, aber dann kommt wieder etwas anderes dazwischen und die Themen rücken in den Hintergrund. So hatte ich es z.B. im letzten Jahr nicht geschafft, meinen Post über die flügge gewordenen Meisen in meinem Garten zeitnah zu posten. Das mache ich dann ganz spontan in diesem Jahr – wenn nichts anderes dazwischenkommt.

Hat sich Dein Blog im Laufe der Zeit (in Hinblick auf den Beginn) verändert? Und hast Du Dich als Blogger vielleicht auch verändert?

Mein Blog hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Angefangen zu bloggen habe ich 2006. Zu Bines Short Stories habe ich übers Bloggen und meine Anfänge geschrieben (HIER).
Alltag mal anders fing zuerst auf der kostenlosen Plattform wordpress.org an, bis ich dann umzog auf eigenen Webspace, um flexibler mit der Software sein zu können. Anfangs gab es mehr Texte als Fotos in meinem Blog. Da ich auf dem Land wohnte und es eine mehr als schlechte Internetverbindung gab, war ich sehr eingeschränkt, was das Bloggen betraf.
Alles in allem war das Bloggen sehr mühsam und andere Blogs lesen – vor allen Dingen sehen – konnte ich kaum. Trotzdem hat es mir immer Spaß gemacht und heute blogge ich viel fotolastiger. Mir macht es Spaß, schon beim Entstehen eines Fotos den Blogbeitrag im Kopf zu formulieren.
Ich denke, wenn ich mich verändere, dann sieht man das auch auf meinem Blog.


Zu guter Letzt: Hast Du irgendwelche Tipps für (junge) Blogger? Und hast Du vielleicht irgendwelche Blogs, die Du uns empfehlen möchtest?

Wünschen würde ich mir, dass neue Blogger sich ein wenig mit dem Rechtlichen vertraut machen und verstehen, dass im Internet nicht alles erlaubt und kostenlos ist. Ich bin immer wieder erschüttert, wenn ich auf Blogs Produktfotos sehe. Oder wenn ich lese, dass wieder Bilder, Tutorials oder Texte von anderen Blogs genommen werden. Den Urheber fragen, ob man sein Werk nutzen darf, kostet nichts – die Nutzung aber vielleicht doch.
Alles, was man nicht selbst erschafft (fotografiert, malt, schreibt, bastelt, klöppelt ...) gehört einem nicht. Man nimmt ja auch nicht im Café die Jacke eines anderen, weil sie gefällt, und geht mit ihr nach Hause.

Einfach anfangen und Spaß haben ist der erste Schritt. Mit der Zeit findet man seine Themen und seinen Weg. Und ein Blog kann man auch jederzeit verändern und einen neuen Weg einschlagen.


Es gibt so viele schöne Blogs, da mag ich keinen empfehlen. Einige meiner Lieblingsblogs habe ich auf meinem Blog verlinkt, die meisten befinden sich allerdings in meinem Feedreader und sind eher themenbezogen.
Viele Blogger haben andere Blogs verlinkt und die schaue ich mir auch oft an. Ich könnte Stunden damit verbringen und von Blog zu Blog hüpfen und ich habe dadurch einige schöne Blogs gefunden.

Vielen Dank, liebe Nicole, dass ich ein Teil Deiner schönen Serie sein durfte. Es hat mir viel Spaß gemacht, Deine Fragen zu beantworten. 


Liebe Vera, herzlichen Dank, dass Du mitgemacht hast!


Alle Beiträge zur Reihe Bloggerfreundschaften findet Ihr HIER.


Hinweis: Die liebe Marion von Marion und Co. hat mich übrigens gebeten, meine eigenen Fragen selbst zu beantworten. Und das habe ich auch gemacht - bei Marion (HIER) findet Ihr jetzt also meine Antworten auf meine eigenen Fragen.

Kommentare so far

  1. Wie schön! Ich mag Vera und ihren Blog sehr. Das war eine schöne Reihe Nicole

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  2. Ach wie schön, dass endlich wieder Samstag ist! :-)
    Bei Vera lese ich schon seit einiger Zeit mit, aber nun weiß ich noch ein paar Dinge mehr. VIelen Dank dafür!
    Liebe Grüße und euch beiden ein schönes Wochenende!
    Frauke

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    1. Ich hab' mich auch gefreut, Euch alle durch die Interviews noch ein wenig besser "kennenzulernen". :-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Wieder so ein tolles Interview... lieben Dank, Nicole... und wie schade, dass die Reihe schon zu Ende ist... aber vielleicht stolperst du ja nach und nach noch über "vorstellungswerte" Blogs... mir hat es viel Spaß gemacht.. und ich freue mich, auch mal bei Vera vorbeizuschauen...

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    1. Dankeschön!

      Es wird dieses Jahr bestimmt noch einmal eine neue Runde "Bloggerfreundschaften" geben - oder vielleicht stelle ich auch einfach mal so meine "Lieblinge" vor. Mal sehen. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Liebe Nicole,

    da kann ich mich nur anschließen: Das war eine schöne Interview-Reihe. Jeden Samstag habe ich einem neuen Beitrag entgegengefiebert. Schade, dass die Reihe nun vorbei ist.
    Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. ♥

    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Ich hab' Dir zu danken, liebe Vera. Schön, dass Du mitgemacht hast. :-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  5. Schon zu Ende? Schade...

    Liebe Nicole, danke für diese schöne Reihe, in der wir nicht nur mehr über deine Blogfreundinnen, sondern auch über dich erfahren haben. Veras Interview gefällt mir wieder sehr gut. Auch ihren Blog habe ich mir angesehen und musste bei der ein oder anderen "Über Mich" Weisheit doch sehr schmunzeln. Thematisch spricht es mich persönlich nicht ganz so an, aber auf Instagram kann man ja mal folgen. :-)

    LG
    Nika

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    1. Dankeschön!

      Ich finde auch schade, dass die Reihe schon ein Ende hat. Aber es wird eine zweite "Runde" geben. :-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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