14. Februar 2015

Eine kleine neue Reihe auf Streifenliebe

In meinem Geburtstagspost (HIER) erwähnte ich, dass sich in dem einen Jahr Streifenliebe wunderbare Bloggerfreundschaften entwickelt haben. Schon während ich über den Geburtstagspost nachdachte, kam mir die Idee, Euch meine Bloggerfreunde einmal ausführlich in einer kleinen Reihe vorzustellen.

Und da alle meine Idee mochten (Danke Mädels!), stellen sich in den nächsten Wochen (immer samstags) meine lieben Bloggerfreunde hier auf Streifenliebe einfach selbst vor (wer könnte es auch besser, als sie selbst!?).

Den Anfang macht heute die wunderbare Frauke von Fräuleins wunderbare Welt



1) Erzähl‘ uns ein bisschen über Dich. Was machst Du, wenn Du nicht bloggst? Was macht Dich glücklich?
  
Im „realen“ Leben bin ich gern in der Natur unterwegs. Meine liebste Hundedame Mina ist seit einem Jahr an meiner Seite mit dabei. Gemeinsam entdecken wir neue Ausflugsziele in Dortmund und im Ruhrpott. Während sie viel mit Schnüffeln und Rennen beschäftigt ist, habe ich meine Kamera in der Hand und konzentriere mich auf kleine Details oder auch schöne Aussichten. Ich halte meinen Alltag gern in Bildern fest, weil ich ihn dadurch bewusster wahrnehme.
Seit im Sommer 2013 eine Depression bei mir diagnostiziert wurde, versuche ich mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und achtsamer durchs Leben zu gehen. Dabei hilft mir das Fotografieren, aber auch das „Verbloggen“ meines Alltages sehr. Durch das Festhalten von Augenblicken und Momenten mit der Kamera und hinterher das Darüber-Schreiben nehme ich mir Zeit für Reflektion. Während ich früher durchs Leben gerast bin, nehme ich mir heute mehr Zeit zum Atmen und Innehalten. Das ist natürlich ein stetiger Übungsprozess, bei dem mir das Bloggen sehr hilft.

2) Was bedeutet „Bloggerfreundschaft“ für Dich? 

Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, konnte ich mir unter eine „Bloggerfreundschaft“ nicht viel vorstellen. Wie sollte man rein virtuell eine Freundschaft aufbauen? Heute, 1,5 Jahre später, sehe ich das anders :-) Es sind wunderbare Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte. Durch die jeweiligen Blogs habe ich die Möglichkeit, an anderen Leben teilzunehmen. (Natürlich immer so weit, wie der jeweilige Schreiber das möchte.) So habe ich einige sehr nette Menschen kennengelernt, die ich sonst wahrscheinlich niemals getroffen hätte. Ein paar „in Echt“ von Angesicht zu Angesicht. Einige bisher aber auch rein übers Internet und auch per analoger Post (wie z. B. bei dir) :-) In der Weihnachtszeit habe ich so viel liebenswerte Weihnachtspost bekommen, wie noch nie zuvor. Das war echt herrlich! Auch per Email habe ich mit einigen Leuten Kontakt. Wir tauschen uns aus und lernen uns so näher kennen. Das Bloggen bedeutet für mich weit mehr, als nur über mich und meine Welt zu schreiben. Es heißt auch, in Kontakt mit vielen anderen Menschen zu treten.


3) Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Gab es einen speziellen Anlass, einen besonderen Grund?

Ich habe vor 1,5 Jahren mit dem Bloggen angefangen. Damals war die heftigste Phase meiner Depression hinter mir und ich versuchte, mich wieder langsam ins Leben zurück zu kämpfen. Das Bloggen bedeutete damals für mich, dass ich recht einfach die schönen Dinge meines Lebens festhalten und mit anderen Leuten teilen kann. Ich fing an, mich auf die schönen Seiten meines Lebens zu konzentrieren. Das hilft mir bis heute. Klar, einige nachdenkliche Blogposts sind in der Zwischenzeit dazu gekommen. In den letzten 1,5 Jahren habe ich mir sehr weiterentwickelt. Auf meinem Blog kann man diesen Prozess (zwischen den Zeilen) sehr gut verfolgen. Für mich ist das schön, diesen Prozess so bewusst wahrzunehmen.

4) Wie würdest Du Deinen Blog beschreiben? Über welche Themen bloggst Du? 

Ich blogge über meine kleine Welt. Daher auch der Name: „Fräuleins wunderbare Welt“. Vieles, was mich bewegt oder was ich erlebe, wird von mir verbloggt. Dazu gehören Hunderunden mit Mina, hin und wieder ein leckeres Rezept (meist übrigens in der Herbstzeit, wenn es Kürbisse gibt), aber auch DIY-Projekte oder meine Balkongemüsepflanzen. Genauso schreibe ich über meine Schwestern und über meine Urlaube.


5) Was ist Dir bei Deinem eigenen Blog und auch bei Blogs, die Du gerne liest, besonders wichtig? 

Authentizität (ich musste erst mal nachschlagen, wie das Wort geschrieben wird...)! Mir ist es wichtig, dass der Mensch für mich „greifbar“ wird. Typische Modeblogs interessieren mich nicht. Ich lese am liebsten über Menschen und ihre Leben. Persönliche Geschichten finde ich total spannend und inspirierend. Klar, ich lese auch gern DIY-Blogs. Aber auch dort gibt es immer eine persönliche Seite des jeweiligen Bloggers.
Wichtig ist mir außerdem der Schreibstil. Es gibt einige Blogs, wo ich mit dem Schreibstil nichts anfangen kann und mich beim Lesen sehr schwer tue. Das ist eine total subjektive Wahrnehmung, die ich auch nicht näher in Worte fassen kann. Aber es gibt Arten zu schreiben, die ich nur schwer lesen kann.
Außerdem mag ich keine Blogs, wo es ständig irgendwo blinkt oder leuchtet oder der Mauszeiger eine andere Form annimmt. Das ist mir zu viel optische Ablenkung.
Ich finde, Blogs müssen nicht perfekt gestaltet sein. Denn gerade diese kleinen „Macken“ zeichnen ja auch den Menschen dahinter aus. Nicht jeder kann seinen Blog selbst programmieren oder kennt jemanden, der das mal eben kann. Deshalb mag ich die persönlichen Handschriften, die auch das Design der Blogs ausmachen.


6) Hat das Bloggen Dein Leben in irgendeiner Form verändert? 

Ja, sehr. Das Bloggen hat mir neue Welten eröffnet. Zum einen durch das Lesen der verschiedenen Blogs. Ich bekomme Inspirationen, die mich wiederum auf neue Ideen bringen. Zum anderen auch durch die Menschen, die dahinter stecken, und die entstandenen Bloggerfreundschaften. Ohne das Bloggen wäre mir diese Welt komplett verborgen geblieben. Mittlerweile gehe ich zu zwei Stammtischen, die sich mit Bloggen bzw. mit Online-Dingen befassen. Ich habe hier in Dortmund neue Kontakte geknüpft, mit denen ebenfalls Freundschaften entstanden sind. Ohne Corinna (Coco Lores) wäre ich zum Beispiel niemals auf die damaligen Pflegeeltern von Mina gekommen und die kleine Süße wäre niemals in mein Leben getreten. So kommt immer eine Veränderung zur nächsten und ich finde es herrlich!

7) Wie findest Du Ideen für Deinen Blog? Was inspiriert Dich? 

Die Ideen bekomme ich im Alltag. Dadurch, dass ich über mich und meinen Alltag schreibe, entwickel ich auch dort die Ideen dafür. Anderen Blogs inspirieren mich auch sehr. Durch die ein oder andere Blogparade bin ich auf eigene Ideen zu Blogposts gekommen und konnte auch hierüber wieder neue Kontakte knüpfen.



8) Erzähl‘ uns doch ein bisschen über Deine Art zu bloggen: Bloggst Du nach Plan oder eher spontan?
 
Total spontan! Ich kann mir gar nicht vorstellen, nach einem Kalender zu bloggen. Das Schreiben tut mir sehr gut, weil meine Gedanken eine neue, geordnetere Ausrichtung bekommen. Aber dazu brauche ich eine bestimmte „Schreib-“Stimmung. Ohne die kann ich auch nicht kreativ schreiben. Wenn ich mich dazu zwingen müsste, wäre der dann vorliegende Text sehr erzwungen und entspräche überhaupt nicht meinen sonstigen Texten. Meist überkommt mich eine Idee und dann juckt es mich in den Fingern. Dann koch ich mir einen Tee, setz mich an meinen Laptop und schreibe los.

9) Hat sich Dein Blog im Laufe der Zeit (in Hinblick auf den Beginn) verändert?  Und hast Du Dich als Blogger vielleicht auch verändert? 

Total. Mein Bloglayout habe ich schon drei- oder viermal geändert. Das liegt einfach an den Veränderungen, die ich an mir selbst erlebe. Wenn ich mich verändere, verändert sich auch mein Geschmack oder meine Sichtweise auf bestimmte Dinge. Und so wächst mein Blog gemeinsam mit mir. Der Austausch mit anderen Bloggern bringt mir total viel. Die schönen und liebenswerten Kommentare unter meinen Blogposts berühren und beflügeln mich jedes Mal aufs Neue!

Frauke mit Ihren beiden Schwestern (Weihnachten 2014)

10) Zu guter Letzt: Hast Du irgendwelche Tipps für (junge) Blogger? Und hast Du vielleicht irgendwelche Blogs, die Du uns empfehlen möchtest? 

Mh, das finde ich schwierig. Ich selbst bin auch weit von einem professionellen Bloggen entfernt. Vieles, was ich mache, mache ich spontan. Sollte ich dabei irgendwie an meine Wissensgrenzen stoßen, suche ich im Internet nach Anleitungen (zum Glück gibt’s ja genügend Blogs, die sich mit dem Gestalten und Programmieren von Blogs beschäftigen). Mein Tipp wäre höchstens: hör auf dein Herz und deinen Bauch! Mach das, was dich glücklich macht und vergleiche dich nicht mit anderen!

Fraukes wunderbare Hundedame Mina in Aktion (Weihnachten 2014)


Liebe Frauke, ich danke Dir herzlich, dass Du mitgemacht hast! 


Nachtrag: Die liebe Marion von Marion und Co. hat mich übrigens gebeten, meine eigenen Fragen selbst zu beantworten. Und das habe ich auch gemacht - bei Marion (HIER) findet Ihr jetzt also meine Antworten auf meine eigenen Fragen. 



Kommentare so far

  1. Guten Morgen liebe Nicole!
    Ich danke dir für die schöne Zeit, die wir durch unsere Blogs und auch per Email oder Post miteinander verbringen konnten <3 Auf die kommenden Wochen und Monate freu ich mich schon sehr :-)
    Lieben Dank, dass ich heute zu Gast bei dir bin!
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße,
    Frauke

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    1. Liebe Frauke,

      ich danke Dir von Herzen, dass Du mitmachst. :-) Und ich bin sehr glücklich, Dich und die anderen lieben Bloggerfreunde gefunden habe. So unerwartet das auch war, umso toller ist es, dass ich Euch kennengelernt habe.

      Wünsche Dir auch ein tolles Wochenende!

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Ich finde diese Reihe ganz toll und freue mich Frauke in der Pole-Position zu sehen! Frauke ist ganz zauberhaft und ich bin mega stolz auf sie, wie sie ihre Krankheit meistert und damit umgeht.
    Liebe Grüße, Nina

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    1. Ich freue mich, dass Du die Reihe toll findest - und vor allem, dass Du auch ein Teil dieser Reihe sein wirst. ;-)

      Du hast so recht: Frauke ist toll! Sie verdient unsere Bewunderung und dass nicht nur für den Umgang mit Ihrer Krankheit. ;-)

      Wünsche Dir einen tollen Schlumpfsonntag.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Jetzt lese ich schon so lange bei Frauke (fast von Anfang an?) und erfahre doch noch mehr über sie - durch dein schönes Interview.
    Liebe Grüße
    Christiane

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    1. Liebe Christiane,

      das freut mich sehr! Es ist immer wieder spannend, dass man über Menschen, die man eigentlich gut "kennt", doch noch mehr erfahren kann. Schön, dass mir das mit meinem kleinen Interview gelungen ist.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  4. Oh, ihr seid ja lieb <3 Ich werd ein bißchen rot beim Lesen eurer so lieben Worte!
    Ganz lieben Dank dafür!
    Und an Nina: ich bin schon sehr auf deinen Beitrag hier gespannt :-)

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  5. Ein schönes Interview! Da bin ich ja mal gespannt, wer noch so alles auftaucht! :-)

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    1. Danke!

      Dann lass' Dich die nächsten Wochen überraschen! ;-) StreifenLiebe ist in den kommenden Wochen quasi eine "Wundertüte" (kennst Du die noch?!).

      Liebe Grüße
      Nicole

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  6. Liebe Nicole, ich finde, du hast dir eine wunderbare Reihe ausgedacht, genau wie die Fragen an deine Bloggerfreunde! :) Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht :)

    Liebe Frauke, ich finde es extrem bewundernswert, wie offen du mit deiner Diagnose umgehst und deine Art zu schreiben total angenehm und authentisch! Deine Bilder finde ich auch so schön, besonders die Fotos mit deinen Schwestern, aber vor allem Mina in Aktion haben für mich ganz dolle ausgedrückt, was du damit "ganz bewusst" aufnehmen willst.

    Danke an euch beide! :) Und natürlich auch ganz liebe Grüße :)
    Sunray

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    1. Liebe Sunray,

      herzlichen Dank für Deine lieben Worte. Ich freue mich wirklich sehr, dass Dir die Reihe gefällt. Und Du hast absolut recht: Frauke verdient unsere Bewunderung - und toll ist sie sowieso! ;-)))

      Liebe Grüße
      Nicole

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  7. Ein schönes und interessantes Interview. Ich bewundere Menschen, die mit ihrer Krankheit in die Öffentlichkeit gehen. Ich würde das nie machen, weil ich nicht möchte, dass meine Nachbarn soviel über mich wissen. Aber vielleicht ist das auch hilfreich, ich weiß es nicht.
    Ich freue mich schon auf die nächsten Interviews und bin gespannt, wer alles dabei ist,

    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Genau das finde ich so spannend: Jeder geht mit Schicksalschlägen anders um, jeder hat seinen eigenen Weg. Frauke hat ihren Weg für sich gefunden und das finde ich wunderbar für sie.
      Ich persönlich sehe das zwiegespalten, ganz einfach, weil ich einige Zeit im "Personalbereich" gearbeitet habe und gesehen hab, was aus "offenen" Lebensläufen gemacht wurde. Hinzu kommt, dass ich von Natur aus viel zu schüchtern bin, um so zu agieren wie Frauke. Aber genau deshalb bewundere ich Ihren Umgang mit Ihrer Krankheit.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  8. Lieben Dank Frauke... ein toller Start in diese wundertolle Serie!! Als ebenfalls Betroffenene bewundere ich Frauke sehr für ihre Offenheit... ich halte mich da auf meiner eigenen Seite eher bedeckt - aber vielleicht liest man da öfter etwas zwischen den Zeilen?? Jedenfalls kann ich dir in allem nur zustimmen... und ich freue mich sehr, dass ich dich und euch gefunden habe!!

    Danke Nicole, bin gespannt auf mehr "Wundertüten" :-D

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    1. Ich freue mich wirklich wahnsinnig, dass Euch allen die kleine Reihe so gut gefällt. Notiz an mich: Spontane Ideen sind klasse! ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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