15. August 2014

Mein 30 Tage Projekt - die zweite Woche


Die zweite Woche meines 30 Tage Projektes ist vorbei. Und ich bin mächtig "stolz" auf mich, da ich diese Woche Neues ausprobiert und "gemeistert" hab. Überglücklich war, Vorfreude und Dankbarkeit genießen durfte und "Mut" bewiesen hab'. Bis auf heute eine gute Woche. Aber seht und lest selbst...


1. Da hilft nix - da musste jetzt durch!


Ta-ta-ta-ta! Da ist es: Mein erstes Bild, das ich mit meinem Smartphone gemacht habe und jetzt tatsächlich poste. Ja, die Erinnerungshilfe in meinem Wagen hat geholfen.

Die Erkenntnis "Da hilft nix..." hatte ich übrigens schon morgens beim ersten Kaffee, nachdem in den 20 Minuten, die ich vor dem ersten Kaffee "wach" (wenn man das so bezeichnen möchte) war, schon einiges schiefgelaufen ist. Und der ganze Tag ging so weiter und fand seinen Höhepunkt darin, dass ich von zwei älteren Herrschaften als "verrücktes Kind" bezeichnet wurde.
Mal abgesehen davon, dass sie "Kind" sagten (und zwar laut - und gleichzeitig mit dem Finger auf mich zeigend; keine gute Kinderstube!), was sicherlich nicht darauf zurückzuführen ist, dass ich noch wie eines aussehe, sondern eher auf den, in den Augen der älteren Herrschaften, gewaltigen Altersunterschied zwischen ihnen und mir, fand ich "verrückt" dann doch schon etwas frech.

Was war passiert? Nix besonderes. Ich stand neben meinem Auto auf dem Parkplatz und machte dieses Foto mit meinem Smartphone. Das wars. Scheinbar fanden die beiden Herrschaften das so "verrückt", dass sie stehenblieben und sich lautstark über "die Jugend" von heute echauffierten und mich schlussendlich (ich betone noch einmal: mit dem Finger zeigend!) als "verrücktes Kind" bezeichneten. Verrückt, oder?!



2. Wird schon schiefgehen.


Wie mein Mann ja bereits in seinem Beitrag verriet, habe ich seit der großen Renovierung das Lackieren für mich entdeckt. Ich lackiere mittlerweile tatsächlich hin und wieder irgendein Brett oder Tablett (z.B. das kleine Tablett, das Ihr auf dem Bild bei Punkt 7 sehen könnt) und es macht riesen Spaß.
So kam es auch, dass ich das unansehnliche "Türbrett" lackieren wollte, bei meiner Recherche allerdings schnell merkte, dass es nicht so clever ist, Spanplatten zu lackieren. Also dachte ich mir: Wieso nicht tapezieren?

Zunächst mal die Erklärung, was es mit dem "Türbrett" auf sich hat. Sind wir zuhause, können sich unsere Kleinen im Wohnzimmer und in der Küche frei bewegen, da in diesen beiden Räumen alles "sicher" ist (was damit gemeint ist, hat mein Mann hier erklärt). [Und keine Sorge: Wenn wir nicht zuhause sind, sind die beiden nicht in einen kleinen Käfig eingefercht, sondern haben ein riesiges Gehege zur Verfügung, dass ca. 1/3 unseres Wohnzimmers einnimmt.] Der Rest der Wohnung ist für die beiden "Sperrgebiet", hier lauern zu viele Gefahren für sie (z.B. gekachelter Badboden = kein Grip für unsere beiden kleinen Raser = Unfallgefahr) und uns (z.B. halb aufgegessene Schuhe im Schuhregal im Flur = teuer). Und weil ich geschlossene Türen nicht mag, ist die Wohnzimmertüre, die in den Flur führt, stets offen. Was aber auch bedeuten würde, die beiden hätten Zugang zum Sperrgebiet. Das geht natürlich nicht. Also musste eine Lösung her.
Und die Lösung heißt: eine große Spanplatte (Höhe 74cm, Breite 105cm) vor die Türe stellen, über die wir bequem drübersteigen können, es aber gerade zu hoch für unsere Kleinen ist. Denn was viele nicht wissen: Kaninchen sind ausgezeichnete Springer und überwinden auch (aus ihrer Sicht) größte Höhen. Und glaubt mir, die Höhe des Brettes reicht gerade so aus; unser kleiner pelziger Held hätte es einmal fast geschafft, darüber zu springen. Wäre das Brett nur 5cm niedriger gewesen - oweia.

Das ist also die Geschichte unseres "Türbretts". Und jetzt, da hier nach der Renovierung alles so schön ist, musste auch die Platte aufgehübscht werden. Also habe ich mir hübsche Tapete in "Holzplankenoptik" gekauft und die Platte tapeziert. Ich war sehr unsicher und schlich eine Weile lang um alles herum, bis ich irgendwann dachte: Wird schon schiefgehen. Und dann war es soweit: Ich habe das erste Mal in meinem Leben (fast) ganz alleine tapeziert (bei der Renovierung war ich lediglich der "Kleistermeister", alles andere rund ums Tapezieren erledigte mein Mann). Und das Ergebnis zeige ich Euch heute voller Stolz (siehe Bild oben).



3. Vorfreude ist die schönste Freude.


Sonntag stürmte und brauste es, der Regen klopfte gegen die Fenster und die ersten Blätter fielen von den Bäumen. Und - zackbumbäng - war es soweit: Ich war in Herbststimmung und voller Vorfreude auf meine liebste Jahreszeit.
Spontan sortierte ich meinen Kleiderschrank neu (die Sommersachen habe ich allerdings momentan noch "nur" nach hinten verbannt, falls der Sommer es sich noch einmal anders überlegt und wieder zurückkommt), kramte ich meine Herbstdeko aus dem Schrank (einen Teil davon seht Ihr oben im Bild), krizzelte eine Sketchnote und verfasste eine Liste mit allem, worauf ich mich im Herbst freue (gibts nächste Woche hier auf Streifenliebe). Und weil das alles noch nicht reichte, erstellte ich auch gleich noch eine Herbst-Pinnwand bei Pinterest.
Und jetzt, da ich darüber schreibe, ist es gleich wieder da, das schöne Gefühl, die Vorfreude, und ich genieße es. Sehr sogar.



4. Ab und zu die (eigenen) Regeln brechen, ist okay. 


Normalerweise esse ich nicht gerne "Teilchen" vom Bäcker. Ganz einfach, weil ich nicht weiß, was und wie viel von dem "was" drin ist. Außerdem schmeckt es mir meist nicht (abgesehen davon: backe ich lieber selbst). Ist eine Art von unausgesprochener Regel.
Aber ab und an muss man (eigene) Regeln auch mal brechen; einfach mal Mut beweisen. Und genau das habe ich diese Woche getan: Ich habe mir ein "Teilchen" beim Bäcker gekauft. Aber nicht irgendeins, sondern dieses. Und was soll ich sagen: Ich bin verrückt danach! Es ist so lecker, unfassbar. Regeln brechen hat nie besser geschmeckt.

Vielleicht breche ich noch ein paar meiner eigenen (teilweise merkwürdigen) Regeln - mein "Mutkonto" ist ja im Moment gut gefüllt. 



5. Mein Mann ist der beste! 


Jaja, ich weiß: Das ist keine weltbewegende Erkenntnis, und ich bin sicherlich nicht die einzige Frau auf der Welt, die das über ihren Mann sagt. Ist mir aber gerade total egal! Mein Mann ist der beste! Basta.
Natürlich denke ich das immer (Ha-ll-o!?), aber als ich den Gastbeitrag meines Mannes für Streifenliebe las, war das der zweite Gedanke, den ich hatte (den ersten verrate ich Euch jetzt nicht).
Ich bin so glücklich und stolz, dass er den Gastbeitrag geschrieben hat und gleichzeitig unendlich dankbar, dass er nicht noch mehr aus dem Nähkästchen plauderte. Und obwohl mir das ein oder andere doch schon etwas peinlich ist, muss ich gestehen, dass er mich auf seinem "Kellerbild" wirklich gut getroffen hat (wenngleich ich zugeben muss, dass meine Hüfte nicht ganz so schlank ist wie auf der Zeichnung). 

(Kleine Info für alle, die sich mehr Gastbeiträge von meinem Mann wünschen: Wir stehen in ernsthaften Verhandlungen.)


6. Danke sagen ist wichtig - und fühlt sich richtig gut an.


Sorry, ich weiß: Die "Erkenntnis" klingt ein bißchen oberleherhaft, aber ist vollkommen ernst gemeint - und besser kann ich es jetzt gerade nicht ausdrücken (Punkt 7 erklärt, warum).
Wie Ihr ja vielleicht wisst (wenn nicht, dann schaut mal hier und hier), bemühe ich mich, regelmäßig Danke zu sagen. Und diese Woche habe ich es voller Freude und Aufrichtigkeit getan.
Vor fast genau einem Jahr haben wunderbare Menschen dazu beigetragen, dass mein Mann und ich einen wunderschönen und unvergesslichen Tag hatten. Alles war perfekt. Wir hätten es uns nicht besser erträumen können. Und dafür wollten wir einfach noch einmal aus tiefstem Herzen Danke sagen.



7. Dann mach' ich halt das Beste draus. 


Dass ich eine gute Zuhörerin bin, bekomme ich immer wieder zu hören. Und das freut mich immer wieder sehr. Mein Körper würde dies allerdings nicht bestätigen. Wenn er mit mir "spricht" und mir was wichtiges mitteilen möchte, dann höre ich nämlich nicht wirklich zu. Oder vertröste ihn auf später. Und dafür präsentiert er mir dann die Rechnung und zwar eine, die es in sich hat. So wie jetzt.

Ich sitze hier auf meiner Couch, eingehüllt in meine Lieblingsdecke, neben mit ein frisch zubereiteter Beerensmoothie und ein Hörbuch, welchem ich gleich lauschen werde, und versuche, diesen Post irgendwie fertigzustellen, was sich schwierig gestaltet, da mir ständig Worte fehlen und die Konzentration schwerfällt.
Dazu fällt mir gerade erleichtert ein: Wie gut, dass mein neuer Seelenfutter-Post - Lauwarmer Gnoccisalat mit frischen Kräutern -, den ich heute (aus Eurer Sicht gestern) gepostet habe, schon gestern (aus Eurer Sicht: vorgestern, also Mittwoch) fast fertig war (lediglich die Bilder fehlten noch; ich konnte mich nur schwer für zwei entscheiden). Denn sonst wäre der Post diese Woche wohl nicht mehr online gegangen... Denn: Zwei Posts an einem Tag schreiben? Ist eh schon schwierig, aber heute in meinem Zustand? Neee...

Und falls Ihr Euch jetzt fragt: Wasn bei Dir los?  Ganz einfach: Mein Körper streikt, ich fühle mich krank. Der Kopf dröhnt, die Ohren auch, ich mache schlapp. Hallo Erkältung! Und was soll ich sagen: Ich hätte besser zuhören sollen, als mein Körper versucht hat, mir zu sagen, dass da was nicht in Ordnung ist, und ich besser mal einen Gang zurückschalten sollte. Aber hab' ich nicht. Und jetzt präsentiert er mir die Rechnung mit einem großen "ÄTSCH".
Also denke ich mir: Dann mach' halt das Beste draus - und nutz' die Zwangspause. Der Rechner wird jetzt gleich ausgemacht, dann kuschel ich mich mit meiner Lieblingsdecke auf die Couch (bewegen ist gerade gar nicht so gut und meine Decke brauche ich, weil ich friere), trinke meine Vitamine und lausche dem Hörbuch, das vor langer Zeit ein Spontankauf war. Ich kenne die Autorin nicht, aber die Geschichte klingt toll: Es geht um eine Hundetrainerin (Traumberuf!), die auf einer Insel in einem Haus im Wald mit ihren Hunden lebt (perfekt!), einem seltsamen Holzkünstler trifft (oh weia, ich ahne eine Liebesgeschichte, aber egal, es gibt da Hunde) und einen mysteriösen Serienkiller "jagt". Ich bin gespannt und hoffe, ich werde nicht enttäuscht (also: weniger Liebesgeschichte, mehr Hunde und Mystery).

Und weil wir gerade beim Thema "Nervenkitzel" sind: Wie Ihr sehen könnt, ich lebe auch gerne gefährlich. Einen "Ich-mach-auf-jeden-Fall-Flecken-die-nie-wieder-rausgehen"-Smoothie neben ein weißes Kissen zu stellen, ist meine Art von Risikobereitschaft.





Kommentare so far

  1. Schon wieder eine Woche um? Mannomann.
    Das tapezierte Brett gefällt mir sehr gut. Das ist doch mal etwas anderes, als immer nur das weiß gestrichene Zeugs.
    Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du zukünftig besser auf Deinen Körper hörst. Du bist sicher noch lernfähig. ;-)

    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Die Zeit rast geradezu, und mein Projekt hat jetzt schon Halbzeit. Unglaublich!

      Mir gefällt das Brett auch wahnsinnig gut, und ich bin richtig verliebt in die Plankenopitk. Ich überlege schon, was ich noch damit tapezieren könnte. ;-)

      Vielen lieben Dank für die Genesungswünsche. Mir geht's auch schon besser. Habe scheinbar "rechtzeitig" eine Pause eingelegt.

      Ob ich noch lernfähig bin? Bei so manchen Dingen bezweifle ich das stark, gebe aber die Hoffnung nicht auf. ;-)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Wenn ich dein Herbstboard seh', freue ich mich schon auf die kühlen Tage (also, die WIRKLICH kühlen Tage).
    An diese Blicke, als ob man irre wäre, wirst du dich schon noch gewöhnen, :).
    Gute Besserung!

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    1. Ich hoffe, Du genießt noch Deine Sommerpause?!

      Ich freue mich riesig, dass Dir mein Herbstboard gefällt - und das ich Dich mit meiner Vorfreude angesteckt hab. ;-)

      Echt? Daran muss ich mich fortan gewöhnen? Oweia! Klappt das denn?!

      Herzlichen Dank für Deine Genesungswünsche; mir geht's auch schon besser. Couch, Lieblingsdecke und Smoothie scheinen geholfen zu haben.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Liebe Nicole, ich bin zwar noch irgendwie in Urlaub aber eine schnelle gute Besserung muss ich Dir doch rasch wünschen! Wie ich sehe muss ich ja einiges nachlesen. Das mache ich nach und nach! Ganz liebe Grüsse, Nina

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    1. Liebe Nina,

      herzlichen Dank für Deine Genesungswünsche. Ich bin fast schon wieder fit; bin nochmal mit einem "blauen Auge" davon gekommen. Aber leider hat's dafür jetzt mein Mann... Unschön...

      Genieß' Deinen Urlaub! Ich freu' mich drauf, bald wieder etwas von Dir zu lesen.

      Liebe Grüße
      Nicole

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