30. Mai 2014

BUGfixing #8


Als ich begann, mich näher mit dem Thema "Meditation" zu beschäftigen und beschloss, dass ich selbst auch meditieren (lernen) möchte, stand ich vor einem großen Problem: Mein Kopf war zu voll. Zu viele Gedanken, zu viele Fragen, zu viele Erinnerungen, zu viele To-do-Listen usw.
Ich dachte natürlich darüber nach, ob ich das Meditieren nicht einfach lasse; befürchtete schon, dass ich nicht der "Typ" dafür bin. Aber der Wille "nicht aufzugeben" war stärker, und ich suchte nach einer Lösung für mein Problem - und hab' sie gefunden.


Für alle, die zum ersten Mal hier sind: 
Jede Woche schreibe ich hier über mein Projekt "Ich 2.0", kurz BUGfixing und stelle Euch Übungen oder Tipps vor, die man super in den eigenen Alltagswahnsinn einfügen kann. Wer mehr über BUGfixing erfahren möchte, der wird hier fündig


Im Grunde lag die Lösung auf der Hand: Ich musste meinen Kopf leeren. Aber wie? Nach und nach habe ich verschiedene Methoden gefunden, wie ich meinen Kopf leeren kann, die ich je nach Stimmung - entweder einzeln oder alle zusammen - nutze und danach bereit bin, zu meditieren.

Hier meine mittlerweile vielfach bewährte Kopf-frei-Top 3:

1. Bewegung

Bewegung ist super, um den Kopf zu leeren - und dafür muss man nicht unbedingt einen zehn Kilometer-Lauf starten. Es reicht i.d.R. schon aus, zehn Minuten zügig spazieren zu gehen (so als ob ich es unheimlich eilig hätte), ein paar Yogaübungen zu machen oder - mein Favorit - sich kurz mal aufs Rad zu setzen und zehn Minuten intensiv radeln.

2. Schreiben

Ein DIN A4-Blatt nehmen und alles aufschreiben, was mir durch den Kopf geht (oder wohl eher rast) und dabei nicht nachdenken, nichts analysieren, nichts bewerten, nichts ordnen - einfach schreiben, schreiben, schreiben. Spätestens nach zehn Minuten ist das Blatt (nahezu unleserlich) voll und mein Kopf leer.

3. Ordnung schaffen 

Fünfzehn Minuten lang einer monotonen Autopilottätigkeit nachgehen: aufräumen, spülen, Papiere sortieren, Dateien auf dem Rechner ordnen, bügeln etc. Die Hauptsache ist, dass ich von diesen sonst so lästigen Autopilottätigkeiten abgelenkt werde. Bei mir funktioniert das wunderbar - und nebenbei bin ich auch noch zufrieden, weil ich etwas Ordnung geschaffen habe. 


Nach jeder dieser Methoden ist mein Kopf leer (genug) und es kann losgehen - mit dem Meditieren oder womit auch immer. Denn meine TOP 3 helfen nicht nur dabei, sich aufs Meditieren vorzubereiten, sondern auch immer dann, wenn sich beispielsweise das Gedankenkarussell urplötzlich viel zu heftig in Bewegung setzt und ich einfach mal aussteigen möchte.






Bild oben - Bildnachweis: Thomas Abbs - Seaside Cycling. Some rights reserved. Quelle: www.piqs.de - Hinweis: Das Originalbild wurde bearbeitet.



 

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