4. April 2014

BUGfixing - wie alles begann...


Ich mache jetzt aus mir das, was ich aus mir machen möchte. Mit diesem simplen Gedanken begann das Projekt „Ich 2.0“, kurz BUGfixing.

Mein Plan

Ich wollte aufmerksamer und bewusster leben, weg vom Multitaskingwahn hin zum wirklichen Erleben. Ganz gegenwärtig sein bei allem, was ich gerade denke, empfinde oder tue, und das – bitteschön – ohne innere Wertung und Kommentar; dem inneren Nörgler einfach mal den Mund zu kleben. Kurz um: Die Lebensqualität steigern, indem ich alte, verstaubte Denk- und Verhaltensmuster (Stichwort BUGS) loslasse und durch neue, positivere ersetze.

Die Hilfsmittel

Es dauerte einige Zeit, aber dann waren die geeigneten Hilfsmittel gefunden: Achtsamkeit und Meditation. Mich interessiert an den beiden Themen weniger die esoterische, als eher die praktische Seite, d.h.  achtsamer, wacher und mehr im Einklang mit allem durchs Leben zu gehen.
Das Beste an beiden: Sie wollen und verlangen nicht viel von dir, außer ein wenig Aufmerksamkeit und Geduld, eröffnen dir aber eine ganz neue Welt und das auch noch mit einem dicken fetten Bonus: mehr Gelassenheit im alltäglichen Wahnsinn.
Allerdings genügt kein Wink mit dem Zauberstab und ZACK sind alle Bugs gefixt und die Lebensqualität gesteigert. Ein wenig mehr ist es schon; nur durch regelmäßige Übungen zeigt beides seine Wirkung (ist halt wie beim Sport, nur besser).

Fakt ist: Sowohl Achtsamkeit als auch Meditation ist nix für Kurzurlauber.

Die Umsetzung

Bevor die Übungen beginnen konnten, galt es erst einmal die Grundregeln zu verinnerlichen: Annehmen, was ist, nicht werten, Absichten ausknipsen und Geduld üben. Nimmt man diese Grundregeln an, so gelingt die Umsetzbarkeit der Übungen im eigenen, mitunter hektischen und vollgepackten Alltag sehr gut (ein Beispiel: Eine meiner Lieblingsachtsamtkeitsübungen praktiziere ich beim täglichen Spülen).

Wenn ich an den Anfang meines Projektes denke, muss ich schmunzeln. Ich dachte zunächst: Irgendwelche esoterischen Achtsamkeitsübungen und Meditationen sind nix für mich, das bekomme ich ja gar nicht in meinen Alltag gepackt und außerdem bin ich kein Mönch in irgendeinem tibetanischen Kloster, die haben ja Zeit für sowas. Sätze wie „Ach, solche Übungen sind was für andere, ich schaffe es ja noch nicht mal fünf Minuten still zu sitzen.“ oder „Jaja, Achtsamkeit, Meditation, auf sich selbst konzentrieren und so, geht bei mir gar nicht, da bekomme ich beim bloßen Gedanken daran schon einen Puls von 180.“ kamen mir oft über die Lippen.
Doch dann kam die gute Nachricht: Ich kann ich bleiben. Man muss nicht zwangsläufig zuvor die Geisteshaltung eines buddhistischen Mönchs einnehmen. Achtsamkeit und Meditation müssen nicht zwangsläufig spirituell gedacht werden; rein etymologisch betrachtet gibt es diesen Zusammenhang nicht. Darüber hinaus sind Achtsamkeits- und Meditationsübungen vielfältig, abwechslungsreich, zeit- und ortsungebunden, es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen und für jeden ist was dabei. 
Wenn das so ist, dachte ich mir: Auf geht’s!


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